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Društvena istraživanja, Vol.10 No.3 (53) Lipanj 2001.

Izvorni znanstveni članak

Direkte demographische Verluste (Kriegsopfer) in Kroatien 1990–98 infolge der großserbischen Aggression und einige ihrer Folgen

Dražen ŽIVIĆ

Puni tekst: pdf (295 KB), Hrvatski, Str. 451 - 484 , preuzimanja: 404 *

Sažetak
Der Artikel bringt, aufgrund der verfügbaren Quellen und
fachliterarischen Angaben, eine Darstellung bzw. zum Teil
auch eine Einschätzung der direkten demographischen
Verluste, von denen Kroatien im Laufe der großserbischen
Aggression (1991– 95, Anm. d. Üb.) betroffen war. Analysiert
wurden: der zeitliche und räumliche Rahmen der direkten
demographischen Verluste zwischen 1990 und 1998;
Umfang bzw. Struktur der Kriegsopfer (kroatische Soldaten,
Zivilisten, Vermisste…), ferner bestimmte Folgen, die sich bei
der demographischen Entwicklung Kroatiens bemerkbar
machen. Die geschätzte Gesamtzahl der im Kriegsgeschehen
entstandenen, direkten demographischen Verluste beläuft
sich auf 20.091 Kriegsopfer. Davon gibt es 14.433 oder
71,8% Todesopfer auf der Seite der kroatischen Soldaten und
Zivilisten (die gefallen sind, ermordert wurden oder auf
andere Weise an den Folgen des Krieges starben); 1.658
oder 8,3% sind vermisste Soldaten und Zivilisten; annähernd
4.000 oder 19,9% sind Mitglieder serbischer
paramilitärischer Einheiten und Zivilisten aus den vormals
besetzten Gebieten. Die direkten demographischen Verluste
weisen eine unregelmäßige zeitliche und räumliche
Verteilung auf und wirken sich zumeist ungünstig auf die
Alters- und Geschlechtsstruktur der kroatischen Bevölkerung
sowie ihre natürliche Erneuerung aus.

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