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Izvorni znanstveni članak

Der Schönheits - und Kunstbegriff in der kroatischen Neuscholastik

Zlatko Posavac ; Institut za filozofiju, Zagreb, Hrvatska

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APA 6th Edition
Posavac, Z. (2002). Umjetnost i pojam ljepote u hrvatskoj neoskolastici - 5. Josip Stadler. Prilozi za istraživanje hrvatske filozofske baštine, 28. (1-2 (55-56)), 207-238. Preuzeto s https://hrcak.srce.hr/71694
MLA 8th Edition
Posavac, Zlatko. "Umjetnost i pojam ljepote u hrvatskoj neoskolastici - 5. Josip Stadler." Prilozi za istraživanje hrvatske filozofske baštine, vol. 28., br. 1-2 (55-56), 2002, str. 207-238. https://hrcak.srce.hr/71694. Citirano 28.05.2020.
Chicago 17th Edition
Posavac, Zlatko. "Umjetnost i pojam ljepote u hrvatskoj neoskolastici - 5. Josip Stadler." Prilozi za istraživanje hrvatske filozofske baštine 28., br. 1-2 (55-56) (2002): 207-238. https://hrcak.srce.hr/71694
Harvard
Posavac, Z. (2002). 'Umjetnost i pojam ljepote u hrvatskoj neoskolastici - 5. Josip Stadler', Prilozi za istraživanje hrvatske filozofske baštine, 28.(1-2 (55-56)), str. 207-238. Preuzeto s: https://hrcak.srce.hr/71694 (Datum pristupa: 28.05.2020.)
Vancouver
Posavac Z. Umjetnost i pojam ljepote u hrvatskoj neoskolastici - 5. Josip Stadler. Prilozi za istraživanje hrvatske filozofske baštine [Internet]. 2002 [pristupljeno 28.05.2020.];28.(1-2 (55-56)):207-238. Dostupno na: https://hrcak.srce.hr/71694
IEEE
Z. Posavac, "Umjetnost i pojam ljepote u hrvatskoj neoskolastici - 5. Josip Stadler", Prilozi za istraživanje hrvatske filozofske baštine, vol.28., br. 1-2 (55-56), str. 207-238, 2002. [Online]. Dostupno na: https://hrcak.srce.hr/71694. [Citirano: 28.05.2020.]

Sažetak
Bei der konkreten Explizierung der ästhetischen Anschauungen Josip Stadlers ist es unserer Meinung nach wichtig festzustellen, dass als die Entstehungszeit seines philosophisch-ästhetischen Systems das Jahr 192 und nicht erst das Jahr 1904 genommen werden muss. Dieser Umstand macht ihn im chronologischen Sinne vergleichbar mit anderen (weltlichen) Ästhetikern, die an der Wende zum 20. Jahrhundert in Kroatien wirkten (Franjo v. Marković, Ljudevit Dvorniković, Gjuro Arnold, Albert Bazala), aber auch im Ausland (Benedetto Croce).
Bei der Ausführung seiner ästhetischen Anschauungen bewegt sich Stadler auf den Spuren der großen europäischen Tradition der Kategorientriade Wahrheit-Schönheit-das Gute, die sich generell und auf charakteristische Weise an die Definitionen des Thomas von Aquin anlehnt: Pulchra sunt, quae visa h.e. cognita placent, und: Ad pulchritudinem tria requiruntur… Ein Jahrzehnt zuvor war Antun Bauer in derselben Weise verfahren, wobei er sich strikt an den Wortlaut des Aquinaten gehalten hatte; Stadler hingegen bemüht sich um eine Interpretation und um Erklärungen. Ein weiterer Vorteil Stadlers im Vergleich zu Bauers Schriften liegt in seinen kurzen Erläuterungen uber das Erhabene, das Hässliche und insbesondere uber das Lächerliche. Eine Besonderheit Stadlers ist ferner der Gebrauch des Terminus expressio, was die zusätzliche Aufmerksamkeit des Lesers erfordert.
In den primären Ausführungen uber das Phänomen der Schönheit bei Stadler darf nicht übersehen werden, dass dieser die Schönheit (wie Aristoteles die Philosophie) ursprunglich als Bewunderung und Staunen betrachtet (Stadler benutzt das Wort »začugjenje«, in Anlehnung an die Vokabeln admirabile, meraviglia), was wiederum einen breiteren hermeneutischen Ansatz zur Folge hat. Der Begriff »začugjenje« eröffnet eine ganze Reihe von Fragen: von einer hypothetischen geschichtlichen Projizierung der poetischen Kategorie »začudnost« (dt. Bewunderung, Staunen), die der Renaissance-Schriftsteller Franjo Petrić (Franciscus Patricius) verwendet, bis hin zu einer in Stadlers Zeit fallenden Kontextualisierung, in der Stadler möglicherweise die Entstehung des berühmten Verses »Die Dichter sind das Staunen in der Welt« von A. B. Šimić beeinflusst hat. Wenn die thomistische Scholastik die moderne Literatur etwa eines James Joyce hat inspirieren können, dann ist ein Nachhall der Neuscholastik in der modernen Poesie von A. B. Šimić ebenso möglich. Denn erst die unlängst (spät) vollzogene Einführung des Bewunderungswürdigen in den philosophisch-historiografischen Horizont der Poetik bei Franjo Petrić ermöglichte rückwirkend eine Hermeneutik des Bezuges zwischen J. Stadler und A. B. Šimić, ferner eine Hermeneutik jener Atmosphäre, die die »Entdeckung« der Poesie von Šimić in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg in Kroatien begleitete. Diese »Entdeckung« wiederum trägt ihrerseits implizit dazu bei, dass das von Petrić verstandene Staunen mehr als eine faktografische Innovation und expertistische Komparation darstellt.
Letztlich muss gesagt werden, dass ein überaus relevantes Moment darin besteht, dass Stadlers ästhetische Anschauungen metaphysisch begründet und innerhalb eines abgeschlossenen und abgerundeten (neuscholastischen) philosophischen Systems dargelegt sind. Doch auch darüber hinaus fällt Stadler ein besonderer Stellenwert zu, und zwar hinsichtlich der Definierung der Ästhetik. Wo Stadler nämlich sagt, die Aesthetica sei »eine gesonderte Wissenschaft, die das, was schön und erhaben ist, näher erläutert«, fugt er lakonisch verbessernd hinzu, dass man sie besser »eine Philosophie der Kunst« nennen solle. Somit modifiziert er im Grunde genommen den ersten Teil seiner Definition und teilt der Ästhetik einen philosophisch-geschichtlich angemessenen Platz zu sowie Möglichkeiten, die – real besehen – völlig neu und
weitaus breiter angelegt sind, dem Zeitgeist mehr entsprechen, ja moderner sind.

Hrčak ID: 71694

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