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Izvorni znanstveni članak

Dreibeerige Ohrringe aus Grab 53 von der Fundstelle Čovini – Crikvine in Smiljan

Tatjana Kolak   ORCID icon orcid.org/0000-0002-5382-9344 ; Muzej Like Gospić

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APA 6th Edition
Kolak, T. (2009). Trojagodne naušnice iz groba 53 s lokaliteta Čovini – Crikvine u Smiljanu. Starohrvatska prosvjeta, III (36), 221-228. Preuzeto s https://hrcak.srce.hr/81258
MLA 8th Edition
Kolak, Tatjana. "Trojagodne naušnice iz groba 53 s lokaliteta Čovini – Crikvine u Smiljanu." Starohrvatska prosvjeta, vol. III, br. 36, 2009, str. 221-228. https://hrcak.srce.hr/81258. Citirano 14.06.2021.
Chicago 17th Edition
Kolak, Tatjana. "Trojagodne naušnice iz groba 53 s lokaliteta Čovini – Crikvine u Smiljanu." Starohrvatska prosvjeta III, br. 36 (2009): 221-228. https://hrcak.srce.hr/81258
Harvard
Kolak, T. (2009). 'Trojagodne naušnice iz groba 53 s lokaliteta Čovini – Crikvine u Smiljanu', Starohrvatska prosvjeta, III(36), str. 221-228. Preuzeto s: https://hrcak.srce.hr/81258 (Datum pristupa: 14.06.2021.)
Vancouver
Kolak T. Trojagodne naušnice iz groba 53 s lokaliteta Čovini – Crikvine u Smiljanu. Starohrvatska prosvjeta [Internet]. 2009 [pristupljeno 14.06.2021.];III(36):221-228. Dostupno na: https://hrcak.srce.hr/81258
IEEE
T. Kolak, "Trojagodne naušnice iz groba 53 s lokaliteta Čovini – Crikvine u Smiljanu", Starohrvatska prosvjeta, vol.III, br. 36, str. 221-228, 2009. [Online]. Dostupno na: https://hrcak.srce.hr/81258. [Citirano: 14.06.2021.]

Sažetak
seit 2004 führt das Museum Lika Gospić das Projekt “Systematische archäologische Ausgrabungen von sakralen Objekten im Gebiet des Dorfes Smiljan“ durch, dessen eines der Ziele die örtliche Bestimmung der Kirche ist, aus der zwei Fragmente eines frühromanischen Geflechts stammen (heute im Museum von Gospić). An der Lokalität Crikvine im Weiler Čovini wurden während vier Ausgrabungsreihen Überreste zweier Kirchen gefunden. Innerhalb der Objekte, aber auch in der Umgebung, befand sich ein mehrschichtiges Gräberfeld mit bisher 67 entdeckten und in situ Bestattungen. Die Mehrheit dieser Bestattungen respektiert die Architektur sowie die Ost – West Ausrichtung mit Haupt gen Westen. Die bescheidenen Grabbeigaben (persönlicher Schmuck der Toten – einfache Spindeln, Schnallenbügel u.ä.) stammen aus dem späten Mittelalter, bzw. vom Ende des 13. bis zum 15 Jahrhundert. Aus den bereits genannten Funden muss Grab 53 (Bild 5) hervorgehoben werden. Es handelt sich hierbei um die Bestattung einer weiblichen Person an der Außenfassade der Heiligenstätte der älteren Kirche, die mit der Errichtung einer jüngeren Apside durchbrochen ist und zugleich auch die älteste Bestattungsschicht darstellt. Die Tote wurde in Ost – West Ausrichtung beigelegt mit dem Haupt gen Westen, wobei die Knochen aufgrund von Grab 26 aus der jüngeren Beisetzungsphase (Bild 6) teilweise dislokalisiert sind. Weder Spuren einer Grabarchitektur, eines Holzsarges oder Bretter noch Spuren einer Gruft sind erkennbar. Die Tote liegt ausgestreckt mit den Armen entlang des Körpers im Grab, wobei auch persönlicher Schmuck in Form von einem Paar dreibeeriger Ohrringe aus mangelhaft vergoldetem Silber (PN. 31, Dim. 33 × 40 mm und PN. 34, Dim. 33 × 39 mm) auf der linken Seite, bzw. oberhalb des Schädels gefunden wurden sowie ein Silberring mit dekorativen, vermutlich ovalen und geglätteten Plättchen (PN 32, erhaltene Breite des Plättchen 13 mm, Breite des Reifes 3 mm) an der rechten Hand. Leider ist der Ring nicht vollständig erhalten, doch ist am eingefassten Zierplättchen eine reliefartig ausgeführte blättrige Pflanzenranke erkennbar und teilweise eine vermutlich geometrische Verzierung. Die Außenseite der Einfassung ist mit einigen eingekerbten Zick – Zacklinien auf der gesamten erhaltenen Oberfläche verziert (Bild 99). Die entdeckten Ohrringe sind in der Filigran – und Granulierungstechnik angefertigt. Im unteren Teil des kreisförmigen Silberringleins befinden sich jeweils drei stark perforierte Beeren aus tordiertem Golddraht in Form einer achtblättrigen Blüte, deren Blütenblätter sich direkt berühren, an jeder Zweigung befindet sich ein granuliertes Korn. Der Beerenzwischenraum ist mit vier Reihen granulierter Körner verziert. Die Ohrringe sind gut erhalten auch wenn beim Exemplar 31 (Bild 7) eine Beere fast vollständig verloren ist und beim Exemplar 34 (Bild 8) eine Beere leicht beschädigt ist. Beide Exemplare haben eine erhaltene Verschlussschleife, man nimmt sogar an, dass die Ohrringe möglicherweise auch als Kopfschmuckringe auf einem Lederband getragen wurden. Diese Form von Ohrring wird anhand zahlreicher Exemplare, die in mittelalterlichen Lokalitäten in Dalmatien und dem kontinentalen Teil Kroatiens gefunden wurden, als Typ A klassifiziert und ins 14. und an den Anfang des 15. Jahrhunderts datiert. Auch wenn die Funde aus Grab 53 in Smiljan keine Unikate darstellen und keine neuen Erkenntnisse bezüglich des kroatischen Mittelalters bringen, sind sie für das Mittelalter im Raum Lika, wo Exemplare dieser Schmuckform aber auch das übrige zeitgleiche archäologische Material in einstelliger Zahl gelistet sind, ausgesprochen bedeutend. Sie deuten auch in diesem Kontext auf den Umstand hin, dass die Gegend von Lika den gleichen Geschmack teilte wie der dalmatinische Raum Kroatiens, aber auch enge kulturelle Bindungen zu dem zuvor genannten Gebiet pflegte.

Ključne riječi
dreibeerige Ohrringe; Crikvine; Smiljan; Lika; spätes Mittelalter

Hrčak ID: 81258

URI
https://hrcak.srce.hr/81258

[hrvatski]

Posjeta: 707 *