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Izvorni znanstveni članak

VARAŽDIN ZUR ZEIT VON VALJAVEC

Ljubica Radović

Puni tekst: hrvatski, pdf (8 MB) str. 175-196 preuzimanja: 237* citiraj
APA 6th Edition
Radović, Lj. (2001). VARAŽDIN U VALJAVCEVO DOBA. Radovi Zavoda za znanstveni rad Varaždin, (12-13), 175-196. Preuzeto s https://hrcak.srce.hr/135106
MLA 8th Edition
Radović, Ljubica. "VARAŽDIN U VALJAVCEVO DOBA." Radovi Zavoda za znanstveni rad Varaždin, vol. , br. 12-13, 2001, str. 175-196. https://hrcak.srce.hr/135106. Citirano 26.09.2020.
Chicago 17th Edition
Radović, Ljubica. "VARAŽDIN U VALJAVCEVO DOBA." Radovi Zavoda za znanstveni rad Varaždin , br. 12-13 (2001): 175-196. https://hrcak.srce.hr/135106
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Radović, Lj. (2001). 'VARAŽDIN U VALJAVCEVO DOBA', Radovi Zavoda za znanstveni rad Varaždin, (12-13), str. 175-196. Preuzeto s: https://hrcak.srce.hr/135106 (Datum pristupa: 26.09.2020.)
Vancouver
Radović Lj. VARAŽDIN U VALJAVCEVO DOBA. Radovi Zavoda za znanstveni rad Varaždin [Internet]. 2001 [pristupljeno 26.09.2020.];(12-13):175-196. Dostupno na: https://hrcak.srce.hr/135106
IEEE
Lj. Radović, "VARAŽDIN U VALJAVCEVO DOBA", Radovi Zavoda za znanstveni rad Varaždin, vol., br. 12-13, str. 175-196, 2001. [Online]. Dostupno na: https://hrcak.srce.hr/135106. [Citirano: 26.09.2020.]

Sažetak
Matija Valjavec erhielt im Jahre 1854 den Pošten des Suplenten am "KönigHchen Gromen Gymnasium" in Varaždin.
Das war die Zeit der Stärkung des Neoabsolutismus in der ganzen Habsburgischen Monarchie. In Varaždin hielten sich damals zahlreiche ausländische Beamten auf, meist Tschechen und Slowenen (von der Bevölkerung "Bachs Husaren" genannt). Ihre Aufgabe v/ar, die Germanisierung so gut wie mögÜch durchzuführen. Die deutsche Sprache kommt als Amtssprache in Schulen, öffentlichen Dienststellen und im Alltagsleben in Gebrauch. Der Kultus- und Unterrichtminister Leo Thun hat folgendermaßen die Germanisierung des Gymnasiums gerechtfertigt: "Nichtdeutsche Sprachen (außer dem Italienischen) besitzen nicht das entsprechende Niveau, auf dem moderne Wissenschaft gründen kann." Nach Osterreichs Niederlage im Jahre 1859 verließen ausländische Lehrer und Beamten die Stadt
Varaždin. Auf einer Sitzung der kroatischen Landesversammiung im Jahre 1861 nahmen verschiedene Parteien ihre Stellung zu Osterreich und Ungarn. Trotz des intensiven politischen Lebens im Rahmen der Monarchie wartete Varaždin jahrelang auf die Erneuerung des Magistrats. Auf Grund des Kroatisch-ungarischen Vertrags aus dem Jahre 1868 ist Kroatien zwar souverän in Religionsfragen,Unterricht,Rechtsplege und in der inneren
Verwaltung, dafiir hat es aber ihre finanzielle Selbstständigkeit verloren. Die Wirtschaftslage hat sich auch verschhmmert. Außer einigen kleineren Fabriken prädominierten in Varaždin Manufaktur und Handwerk. Die Genehmigung zum Bau der Eisenbahnstrecke
kam erst im Jahre 1884. Trotz begrenzter f inanzieller Mittel wurden in Varaždin repräsentative Bauten errichtet: Das Gymnasiums- und das Theatergebäude. Die Pflege der Grünaniagen wurde der Famihe Nestl anvertarut, so daß Varaždin schon 34 Jahre vor Zagreb einen Stadtgärtner hatte. Vor den Wahlen herrschte in der Stadt immer eine lebhafte Stimmung. Die Parteigegner waren rücksichtslos, ihren Machtkampf führten sie sowohl iiber die Presse als auch im Landtag und in der Stadtversammlung. Große Unzufriedenheit löste das neue von Levin Rauch verabschiedete Wahlgesetz aus, nach welchem statt urspriinglich vier nur noch zwei Abgeordnete die stadt Varaždin vertreten durften. In einigen Zeitungen wurden der Banus und die Regierung wegen Korruption und politischer Unmoral kritisiert.
Diese aber antworteten auf die Kritik, indem sie vom Kirchenvorstand den Zeitungsverbot forderten. So verlangte der Banus Vakanović ein Verbot fiir die Zeitschrift "Pučki prijatelj" ("Der Volksfreund"). Während aber Vakanović das Verbot einiger Zeitungen verlangte,
fiihrte andererseits der Banus Ivan Mažuranić die Pressfreiheit ein.
Die Eröffnung der Zagreber Universität 1874 löste in den Kulturkreisen Begeisterung aus. Varaždin hat seinerseits zu Gunsten der Zagreber Universität 5000 Forint gespendet.
In seiner langjährigen Geschichte hat Varaždin immer wieder den Bedürftigen Hilfe geleistet, vor alletn armen Leuten und Witwen. Es wurden auch ein Obdachlosenheim und ein Waisenhaus errichtet.
Die Arzte haben sich durch eine Eidablegung dazu verpflichtet, daß sie arme Menschen kostenlos heilen werden. Fliichtlinge und Vertriebene sind bis heutzutage ein Schicksal dieser Stadt geblieben, die es aber immer wußte, ihnen Zuflucht zu bieten. Nach Osterreichs
Niederlage im Jahre 1866 fliichteten viele Wiener vor Preußen und fanden auch in Varaždin ihre Zufluchtsstätte. Das gleiche Schicksal erlebten viele Fliichtlinge aus Bosnien und Herzegowina, die nach dem Aufstand 1875-1878 nach Varaždin gezogen sind.
Von 1991 an bis heute bietet diese Stadt ein Refugium fur viele Fliichtlinge und Vertriebene, womit es ein Beispiel selbstloser Menschlichkeit darstellt.

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