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Ostertabellen und Datierung glagolitischer Kodexe

Marija Pantelić

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APA 6th Edition
Pantelić, M. (1976). Pashalne tabele i datiranje glagoljskih kodeksa. Slovo, (25-26), 273-293. Preuzeto s https://hrcak.srce.hr/14222
MLA 8th Edition
Pantelić, Marija. "Pashalne tabele i datiranje glagoljskih kodeksa." Slovo, vol. , br. 25-26, 1976, str. 273-293. https://hrcak.srce.hr/14222. Citirano 12.12.2019.
Chicago 17th Edition
Pantelić, Marija. "Pashalne tabele i datiranje glagoljskih kodeksa." Slovo , br. 25-26 (1976): 273-293. https://hrcak.srce.hr/14222
Harvard
Pantelić, M. (1976). 'Pashalne tabele i datiranje glagoljskih kodeksa', Slovo, (25-26), str. 273-293. Preuzeto s: https://hrcak.srce.hr/14222 (Datum pristupa: 12.12.2019.)
Vancouver
Pantelić M. Pashalne tabele i datiranje glagoljskih kodeksa. Slovo [Internet]. 1976 [pristupljeno 12.12.2019.];(25-26):273-293. Dostupno na: https://hrcak.srce.hr/14222
IEEE
M. Pantelić, "Pashalne tabele i datiranje glagoljskih kodeksa", Slovo, vol., br. 25-26, str. 273-293, 1976. [Online]. Dostupno na: https://hrcak.srce.hr/14222. [Citirano: 12.12.2019.]

Sažetak
Ostertabellen und Datierung glagolitischer Kodexe
Die glagolitischen Komputisten übernahmen die Zusammenstellung der Ostertagstabellen aus den lateinischen Kodexen. Dabei passten sie das lateinische Aplhabet der Lunarbuchstaben (littera paschales) für die Ostgrenze vom 22. III-25.IV, sowie die Daten der Quinquagesima-Sonntage vom 1. II-7. III dem glagolitischen Alphabet (Azbuka) an (cs. S. 275). Vier glagolitische Kodizes: Illirico 4, Ljubljanski misal C 162 a/2, Ročki misal und II Novljanski brevijar weisen die Ostertabellen des grossen Osterzyklus (Circulus magnus) aus dem Jahre 532 (28x19, der Sonnen- und Mondzyklus) auf, nach welcher Zeitperiode die Osterage in der gleichen Reihenfolge wiederkehren. Die richtigen lateinischen Paschaltabellen des grossen Osterkreises beginnen mit dem Jahr der Geburt Christi. Demnach endet der erste Osterkreis mit dem Jahr 532; der zweite verläuft von 533 + 532= 1065; der dritte von 1066 + 532 usw. Die glagolitischen Paschaltabellen des grossen Kreises haben die Osterage vom Jahr 988 bis 1519 und fügen sich nicht in die richtigen Berechunungen der Ostertage des grossen Osterkreises lateinischer Komputisten ein. Es scheint, dass sich das erste Jahr der glagolitischen Pascaltabelle auf das Schreiben der ersten glagolitischen liturgischen Kodizes beziehe: die Kiewer Blätter aus dem 10.-11. Jahrhundert und die Wiener Blätter aus dem 11.-12. Jahrhundert kroatischer Rezension. Die glagolitischen Paschaltabellen des grossen Osterkreises markieren einige Ostertage durch Pünktchen, die aus älteren Vorlagen übertragen sind und den Ostertag sowie das Schreibjahr eines verlorengegangenen Kodexes bezeichnen. Das Missal Illirico 4 bezeichnet den glagolitischen Buchstaben T, den 8. April für das Jahre 1151 mit zwei Pünktchen (Taf. 1); das Brevier II Novljanski brevijar schreibt den Buchstaben Č, den 12. April für das Jahr 1254. Dieses Brevier bezeichnet auch den Buchstaben K, den 19. April für das Jahr 1495, als der Kodex geschreiben wurde (Taf. 5). Die glagolitischen Missale: Illirico 4, Ljubljanski misal und Ročki misal sind nicht datiert, aber sprachliche und paläographische Elemente widersetzen sich nicht der Datierung ihres Schreibens in die Jahre, deren Ostertage besonders bezeichnet sind: Illirico 4 in das Jahr 1371; Ljubljanski misal in das Jahr 1403 und Ročki misal in das Jahr 1404 (Taf. 1-4). Die übrigen glagolitischen Kodizes haben Teile der glagolitischen Paschaltabelle des grossen Kreises vom Jahre 1324 bis 1519 (Taf. I, II; 6-21). Das erste Osterdatum der Paschaltabelle kann nicht zugleich als das Schreibjahr des Kodexes angenommen werden, ausser in dem Falle, wenn der Kodex datiert ist, wie z. B. das Brevier vaticano slavo 19 aus dem Jahre 1465, während sich das erste Osterdatum M, der 1. April auf das Jahre 1464 bezieht (Taf. 17). Die übrigen Kodexe mit Ostertabellen sind entweder datiert und haben demnach keine besonders bezeichnete ostertage wie. Das Berlinski misal aus dem jahre 1402 (Taf. 7); II Vrbnički misal aus dem Jahre 1463 (Taf. 9), das MR 161 Brevier aus dem Jahre 1442 (Taf. 16); Cod. slave 73 aus dem Jahre 1375 (Taf. 18); oder sie sind nicht datiert und die Ostertage werden eigenes bezeichnet: Kopenhagenski misal: der Lunarbuchstabe K, der 19. April für Jahr 1394; Cod. slave 11: der Buchstabe N, der 22. April für das Jahr 1397 (Taf. 13); Ljubljanski brevijar C 161 a/2: G, der 16. April für das Jahr 1430 (Taf. 14); II Oxfordski misal MS Canon lit. 349: K, der 30. Maerz für das Jahr 1456 (Taf. 20, 21); oder sie haben weder das Schreibjahr noch besonders bezeichnete Ostertage wie das Brevier IIIc 12, ausser dem Anfangsdatum D, dem 13. April für das Jahr 1376 (Taf. 12).
Die Analyse glagolitischer Paschaltabellen weist eine kostbare Kontinuität des Schreibens glagolitischer liturgischer Bücher vom 10. bis zum 15. Jahrhundert auf. Für die Datierung einzelner Kodexe haben die Ostertabellen nur dann einen absoluten Wert, wenn die Ostertage durch die Hand des Schreibens mit derselben Tinte eigens bezeichnet wurden und wenn sprachliche und paläographische Kriterien der Datierung nicht widersprechen.

Hrčak ID: 14222

URI
https://hrcak.srce.hr/14222

[hrvatski]

Posjeta: 507 *