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Izvorni znanstveni članak

Ökologische Verhältnisse der Moosvegetation an Wasserfällen der Plitvice-Seen

Z. Pavletić ; Hrvatska

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APA 6th Edition
Pavletić, Z. (1957). Ekološki odnosi briofitske vegetacije na slapovima Plitvičkih jezera. Acta Botanica Croatica, 16 (1), 63-88. Preuzeto s https://hrcak.srce.hr/152687
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Pavletić, Z.. "Ekološki odnosi briofitske vegetacije na slapovima Plitvičkih jezera." Acta Botanica Croatica, vol. 16, br. 1, 1957, str. 63-88. https://hrcak.srce.hr/152687. Citirano 18.02.2020.
Chicago 17th Edition
Pavletić, Z.. "Ekološki odnosi briofitske vegetacije na slapovima Plitvičkih jezera." Acta Botanica Croatica 16, br. 1 (1957): 63-88. https://hrcak.srce.hr/152687
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Pavletić, Z. (1957). 'Ekološki odnosi briofitske vegetacije na slapovima Plitvičkih jezera', Acta Botanica Croatica, 16(1), str. 63-88. Preuzeto s: https://hrcak.srce.hr/152687 (Datum pristupa: 18.02.2020.)
Vancouver
Pavletić Z. Ekološki odnosi briofitske vegetacije na slapovima Plitvičkih jezera. Acta Botanica Croatica [Internet]. 1957 [pristupljeno 18.02.2020.];16(1):63-88. Dostupno na: https://hrcak.srce.hr/152687
IEEE
Z. Pavletić, "Ekološki odnosi briofitske vegetacije na slapovima Plitvičkih jezera", Acta Botanica Croatica, vol.16, br. 1, str. 63-88, 1957. [Online]. Dostupno na: https://hrcak.srce.hr/152687. [Citirano: 18.02.2020.]

Sažetak
Der Verfasser hat die ökologischen Verhältnisse der Moosvegetation an Kalktuffwasserfällen der Plitvice-Seen in Kroatien erforscht. Neben den ökologischen Faktoren hat er auch die Bryophytenflora und -Vegetation untersucht. Diese Erforschungen wurden in den Jahren 1954. und 1956. gemacht.
Die floristischen Erforschungen haben gezeigt, dass an Wasserfällen der Plitvice-Seen eine verhältnismässig kleine Anzahl der Moosarten vertreten ist. Insgesamt wurden 23 Arten (18 Laub- und 5 Lebermoose) gefunden, von denen 17 Arten (3 Lebermoose) Kalktuffbildner sind.
Die Moosvegetation an allen Wasserfällen ist durchweg gleichmässig, was der Verfasser in Zusammenhang mit den besonderen ökologischen Bedingungen, die hier herrschen, bringt und die allein der spezialisierten Vegetation die Entwicklung ermöglichen. Die Vegetation ist an allen Wasserfällen aus einer kleineren Anzahl von Arten zusammengesetzt, die auf gleichmässige äussere Bedingungen angepasst sind. An oberflächlichen Standorten mit stärkerer Durchlüftung des Wassers ist die Cratoneurum commutatum-Ve getation entwickelt, die neben der erwähnten überall vorherrschenden Art auch noch häufig vertretene Arten von Bryum ventricosum, Didymodon tophaceus und Eucladium verticillatum nebst einigen Begleitern umfasst. Die Zusammensetzung dieser Vegetation wurde auch einigermassen von den Lichtumständen bedingt. Nachdem die unteren Wasserfälle der Plitvice-Seen ein wenig besser belichtet sind, hat sich dort die euryphotische Art Didymodon tophaceus etwas stärker entwickelt, während an oberen Wasserfällen die mikrostenophotischen Arten (Bryum ventricosum, Cratoneurum com- mutatum) mehr in Erscheinung treten. In Wasserläufen mit schwächerer Durchlüftung ist die Aneura pinguis-Vegetation üppig entwickelt. Höhlen und Halbhöhlen mit schwächerer Belichtung waren von Cratoneurum commntatum und Eucladium verticillatum besiedelt, wogegen an stärker belichteten Stellen Hymenostilium curvirostre mit Begleitern dominierte. Die noterophytische Vegetation besteht hauptsächlich aus Marcfumtiales. Laubmoosen Mnium sowie Fissidens-Arten. Ganz belichtete Standorte an Wasserfällen der Plitviee-Seen kommen, selten vor. Diese Standorte sind vornehmlich von Algenvegetation besiedelt sowie von makroste- nophotischen Moosarten, wie dies z. B. Platyhypnidium rusciforme ist; die letzteren sind nicht so üppig entwickelt und erscheinen häufig in verkümmerten Rasen.
Auch die wichtigsten ökologichen Faktoren wurden analysiert (siehe Tab. auf S. 85), und zwar von physikalischen Faktoren die Belichtung, die Temperatur und die Geschwindigkeit des Wassers, von chemischen Faktoren die Alkalität, die Karbonathärte, das freie CO.,, der Sauer- stoffgehalt, und sodann in unmittelbarer Nähe der Wasserfälle die Feuchtigkeit selbst. Für Standorte an allen Wasserfällen wurde der relative Lichtgenuss bestimmt, wobei der Verfasser zur Feststellung kam, dass an diesen Standorten die Pflanzen wenig Licht geniessen können, ungefähr 0.01 bis 0,09"/» der Lichtintensität an offenen Stellen. An den Moosstandorten der unteren Wasserfälle ist der Lichtgenuss etwas grösser als an den Standorten der oberen Seen: er beträgt für die ersteren 0,04 bis 0,09, für die letzteren dagegen 0,01 bis 0,03°/o.
Die Temperatur des Wassers ist relativ hoch und variiert im Monate Juli von 15° bis über 20° C. An den oberen Seen ist sie etwas niedriger, während sie an den unteren Seen allmählich steigt.
Die Geschwindigkeit des Wassers variiert von 0,5 bis 3 m/Sek. Die häufigste Geschwindigkeit aber, die wir an diesen Wasserfällen festgestellt haben, beträgt 1 bis 2 m/Sek. und dies stimmt auch mit den Beobachtungen an anderen Karstgewässern überein.
Was die Alkalität bzw. die Karbonathärte angeht, diese sind hier hoch, was auf ein grosses CaCO;,-Ablagerungspotential dieser Gewässer hinweist. Die Alkalität variiert zwischen 3,6 bis 4,4. Von den oberen gegen die unteren Wasserfälle nimmt sie allmählich ab. Nur unterhalb der »Sastavci« ist diese etwas grösser infolge des Wassers aus dem Wasserfall »Plitvički slap«, das eine sehr grosse Alkalität aufweist. Demzufolge ist die Alkalität an diesen Wasserfällen besonders gross, so dass bei den angeführten Temperaturen die CaCOa-Ablagerung überall möglich ist.
Gleichwie die Alkalität, nimmt auch die Menge des freien CO von den oberen gegen die unteren Wasserfälle ab. Diese Menge ist äusserst gering und variiert zwischen 6,6 und 2,2 mg/1.
Die Sauerstoffmenge ist nicht überall dieselbe und zeigt auch nicht die Regelmässigkeit der Verminderung oder Vergrösserung in stromabwärtslaufender Richtung. Sie beträgt 3,7 bis 5,23 ccm 1. was bedeutet, dass diese Gewässer an Sauerstoff reich sind. Man kann aber als wahr- schenlich annehmen, dass die Sauerstoffmenge im Wasser für diese Pflanzen nicht so sehr wichtig ist, in Anbetracht des Umstandes, dass diese mehr Landpfanzen sind und daher mehr von Sauerstoff in der Atmosphäre bzw. von Sauerstoff in gut durchlüftendem Wasser abhängen.
Die relative Feuchtigkeit am Ufer in der Bespritzungszone sowie an feuchten Orten ist auch gemessen worden. Die Feuchtigkeitsmenge an diesen Standorten variierte am häufigsten zwischen 60—80%. An einzelnen Standorten betrug sie 75—100%, anderorts wieder konnte bloss 50% Feuchtigkeit gemessen werden.
In der Diskussion wird hervorgehoben, dass die ökologischen Bedingungen an Wasserfällen der Plitvice-Seen in der Tat ein Komplex der ökologischen Faktoren darstellen, von denen viele beschränkende Faktoren sind. Sie ermöglichen nur einer beschränkten Anzahl von Pflanzenarten sich an diesen Standorten anzusiedeln. Eben deshalb ist hier eine spezialisierte Vegetation entwickelt, die sich an eine sehr intensive Kalktuffablagerung und schwache Belichtung angepasst hat. Wegen der schwachen Konkurenz können sich diese Arten in sehr grossen Mengen entwickeln. Des weiteren wird hervorgehoben, dass diese Vegetation mehr einen hygrophytischen als hydrophytischen Charakter besitzt, weshalb die Annahme nahesteht, dass diese mehr eine Landvegetation als eine Wasservegetation zu betrachten ist.

Hrčak ID: 152687

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