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Original scientific paper

Globale Zivilgesellschaft als Konzept und Praxis in Globalisierungsprozessen

Dragica Vujadinović ; Sveučilište u Beogradu, Pravni fakultet, Beograd, Srbija

Fulltext: english, pdf (466 KB) pages 79-99 downloads: 1.070* cite
APA 6th Edition
Vujadinović, D. (2009). Global Civil Society as Concept and Practice in the Processes of Globalization. Synthesis philosophica, 24 (1), 79-99. Retrieved from https://hrcak.srce.hr/41156
MLA 8th Edition
Vujadinović, Dragica. "Global Civil Society as Concept and Practice in the Processes of Globalization." Synthesis philosophica, vol. 24, no. 1, 2009, pp. 79-99. https://hrcak.srce.hr/41156. Accessed 19 Nov. 2019.
Chicago 17th Edition
Vujadinović, Dragica. "Global Civil Society as Concept and Practice in the Processes of Globalization." Synthesis philosophica 24, no. 1 (2009): 79-99. https://hrcak.srce.hr/41156
Harvard
Vujadinović, D. (2009). 'Global Civil Society as Concept and Practice in the Processes of Globalization', Synthesis philosophica, 24(1), pp. 79-99. Available at: https://hrcak.srce.hr/41156 (Accessed 19 November 2019)
Vancouver
Vujadinović D. Global Civil Society as Concept and Practice in the Processes of Globalization. Synthesis philosophica [Internet]. 2009 [cited 2019 November 19];24(1):79-99. Available from: https://hrcak.srce.hr/41156
IEEE
D. Vujadinović, "Global Civil Society as Concept and Practice in the Processes of Globalization", Synthesis philosophica, vol.24, no. 1, pp. 79-99, 2009. [Online]. Available: https://hrcak.srce.hr/41156. [Accessed: 19 November 2019]

Abstracts
Die jüngsten Diskussionen zur Zivilgesellschaft greifen das Thema des Globalisierungsprozesses auf und erweitern solchermaßen den theoretischen Diskurs, um den Begriff der globalen Zivilgesellschaft umfassend zu untersuchen.
Der Begriff und die Praxis der Zivilgesellschaft sind insofern global geworden, als sie die empirischen Prozesse im Beziehungsgeflecht zwischen den Gesellschaften und die Ausbildung der globalen Zivilgesellschaft widerspiegeln. Aus normativ mobilisierender Perspektive betonen Aktivisten und Theoretiker der Zivilgesellschaft, dass die Weltgesellschaft vor der globalen Gefahr eines Atomkriegs, vor Umweltkatastrophen, Verbrechen und Gewalt sowie vor der Domination der Weltmächte gegenüber dem Schicksal bestimmter Länder und ihrer Gesellschaften verteidigt werden müsse, d.h., die Weltgesellschaft müsse sich auf globaler Ebene der Tendenz der „Machtpolitik” widersetzen und die Autonomie der (globalen) Gesellschaft verteidigen; diese sei primär vereinbar mit einer Ausweitung von auf Rechtsherrschaft beruhenden Politiken, jedoch unvereinbar mit einer Politik der Gewalt, der Staatsräson und der Domination internationaler Machtzentren.
Die Folgen der Globalisierungsprozesse sind Konfrontationen und/oder assimilierende Verschmelzungen von Zivilisationen und Kulturen sowie kontroverse Tendenzen: Einerseits versucht man, internationale politische Einrichtungen zu gründen und international gültige Abkommen zu schließen, die den Schutz von Menschenrechten und demokratischen Errungenschaften zum Gegenstand haben, die den Kampf gegen den Terrorismus und verschiedene Formen der Segregation unterstützen sollen und somit das Ziel verfolgen, eine Kultur der Menschenrechte sowie der demokratischen politischen und Rechtsordnung zum global verbindlichen Standardprogramm zu machen; andererseits jedoch wachsen Fremdenhass, Partikularisierung und Ethnonationalismus, wüten Bürgerkriege, drohen Umweltkatastrophen, globaler Terrorismus, weltweite Hungersnot, Krankheiten und Seuchen, droht die Gefahr eines Atomkriegs usw.
Der zeitgenössische Siegeszug liberaler und demokratischer Werte ist eine positive Errungenschaft, deren Tragweite jedoch angezweifelt und geschmälert wird hinsichtlich der Frage ihrer Souveränität und angesichts des Verfalls urbaner Lebeskultur, angesichts von Rassismus, ethnischer Säuberung, Fremdenhass, gescheiterten politischen Legitimierungen (im Westen); auf globaler Ebene wiederum ist diese Errungenschaft begleitet von globaler Ungerechtigkeit, Armut, Umweltgefahren, Epidemien und tödlichen Seuchen, der Unterdrückung von Minderheiten, unaufhörlichem Bevölkerungszuwachs, großen Missverhältnissen zwischen politischer und wirtschaftlicher Macht, globalem Terrorismus, der Gefahr eines Atomkriegs usw.
Für die globale Zivilgesellschaft sind drei Dimensionen kennzeichnend: 1) das empirische Phänomen globaler gesellschaftlicher Verhältnisse – Interrelationen, 2) die Mobilmachung, Gestaltung von Projekten/Visionen und 3) gesellschaftliche Faktoren (Bewegungen) auf globaler/ transnationaler Ebene.
Die Antiglobalisierungsbewegung ist ein Versuch, wahrgenommenen negativen Aspekten aktueller Globalisierungsprozesse entgegenzuwirken. Trotz des Anscheins, dass die Anhänger dieser Bewegung meist gut aufeinander eingespielt sind, ist der Antiglobalismus eine heterogene Bewegung und umfasst unterschiedliche, mitunter auch gegensätzliche Auffassungen, alternative Sichtweisen, Strategien und Taktiken. Ihre Vertreter führen demnach Begriffe wie alternative, antikapitalistische/antikorporative bzw. antikorporative kapitalistische Globalisierung ins Feld, ebenso aber positive Termini wie ,globales Recht’ oder ,Bewegung für fairen Handel’, ,Bewegung für globale Gerechtigkeit und Solidarität’, ,Bewegung aller Bewegungen’ oder einfach ,Bewegung’.
Allgemein formuliert, ist die Antiglobalisierungsbewegung als solche keine umfassende Gegenposition zur Globalisierung, sondern eine Opposition, die bestimmte Modi des Globalisierungsablaufs bekämpft – so etwa den neoliberalen Globalisierungsprozess. Insofern bevorzugen viele Vertreter der Bewegung den Begriff Altermondialismus.

Keywords
Zivilgesellschaft; globale Zivilgesellschaft; Globalisierungsprozesse; Antiglobalisierungsbewegung

Hrčak ID: 41156

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