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Original scientific paper

Der Geist der Geisteswissenschaften

Henning Ottmann ; Ludwig Maximilian University, Geschwister-Scholl-Institute, München, Germany

Fulltext: german, pdf (317 KB) pages 101-107 downloads: 445* cite
APA 6th Edition
Ottmann, H. (2010). Der Geist der Geisteswissenschaften. Synthesis philosophica, 25 (1), 101-107. Retrieved from https://hrcak.srce.hr/58411
MLA 8th Edition
Ottmann, Henning. "Der Geist der Geisteswissenschaften." Synthesis philosophica, vol. 25, no. 1, 2010, pp. 101-107. https://hrcak.srce.hr/58411. Accessed 21 Jul. 2019.
Chicago 17th Edition
Ottmann, Henning. "Der Geist der Geisteswissenschaften." Synthesis philosophica 25, no. 1 (2010): 101-107. https://hrcak.srce.hr/58411
Harvard
Ottmann, H. (2010). 'Der Geist der Geisteswissenschaften', Synthesis philosophica, 25(1), pp. 101-107. Available at: https://hrcak.srce.hr/58411 (Accessed 21 July 2019)
Vancouver
Ottmann H. Der Geist der Geisteswissenschaften. Synthesis philosophica [Internet]. 2010 [cited 2019 July 21];25(1):101-107. Available from: https://hrcak.srce.hr/58411
IEEE
H. Ottmann, "Der Geist der Geisteswissenschaften", Synthesis philosophica, vol.25, no. 1, pp. 101-107, 2010. [Online]. Available: https://hrcak.srce.hr/58411. [Accessed: 21 July 2019]

Abstracts
Joachim Ritter und andere versuchten es, Geisteswissenschaften durch „Kompensationstheorie“ zu rechtfertigen. Ritter zufolge ersetzen die Geisteswissenschaften die infolge des Modernisierungsprogresses ausgelösten Verluste und Risiken. Die Kompensationstheorie scheint eine Rechtfertigung der Geisteswissenschaften in Bezug auf die Dynamik der modernen Welt zu bieten. Prima facie erscheint dies attraktiv, zu Zeiten, wenn der Erfolg der Naturwissenschaften und Technologie augenfällig ist und die Geisteswissenschaften in die Defensive gedrängt werden. Der Artikel erhebt jedoch vier Einwände gegen die Kompensationstheorie: Die Theorie sei durch ein antiquarisches Interesse an der Geschichte geprägt; sie ziehe lediglich die konservatorische Funktion der Geisteswissenschaften in Erwägung; sie stufe die Geisteswissenschaften zu einem bloßem Anhang und zu einer bloßen Ergänzung kultureller Änderung herunter; und schließlich überschätze sie die Fähigkeit der Geisteswissenschaften, die Verluste und Risiken der Modernisierung im Gleichgewicht zu halten. Eine Abhandlung über die Kirchengeschichte kompensiert keine modernen Glaubensverluste. Ein Essay über Caspar David Friedrich stellt keinerlei Ausgleich für eine zerstörte Landschaft dar. Die Überzeugung, jeder Verlust oder Schaden finde seine Kompensation, stützt sich vermutlich auf den religiösen Glauben an Vergebung oder auf die philosophischen Argumente für die Theodizee. Die Schlussfolgerung lautet: Die Geisteswissenschaften sollten nicht durch Argumente der Nützlichkeit gerechtfertigt werden. Sie sind „nützlich“, weil sie überhaupt nicht nützlich sein müssen.

Keywords
Geisteswissenschaften; Kompensationstheorie; Modernität; Progress; Joachim Ritter

Hrčak ID: 58411

URI
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