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Original scientific paper

https://doi.org/10.56550/d.3.2.1

Der „vormundschaftliche Staat“: Zur Dialektik einer Kategorie von Eduard Gans

Andreas Arndt ; Humboldt University Berlin *

* Corresponding author.


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Abstract

Der Hegel-Schüler Eduard Gans kritisierte 1832 den preußischen Staat als „vormundschaftlichen Staat“, der seine Bürger in Unmündigkeit halte. Für diese Vormundschaft gebe es aber keine vernünftigen Gründe mehr, so dass die Bürger sich von ihr befreien müssten. Heute, wo die Bürgerinnen und Bürger in den westlichen Demokratien noch weitgehend Freiheitsrechte genießen, kehrt sich diese Forderung um: Freiheit wird zunehmend als Privatbesitz ohne soziale Bindungen verstanden, so dass vom Staat gefordert wird, gegen Alle und Alles vorzugehen, was diesen Privatbesitz stören könnte. Es ist dies in der Konsequenz der Ruf nach einem autoritären Staat und damit der Gang in eine neue Unmündigkeit.

Keywords

Eduard Gans; vormundschaftlichen Staat; Staat; Bürger

Hrčak ID:

330692

URI

https://hrcak.srce.hr/330692

Publication date:

30.4.2025.

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