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Christus - Verkünder der Barmherzigkeit Gottes im Lukasevangelium
Adalbert Rebić
Abstract
Der Autor geht von der Feststellung aus, daß jeder Evangelist auf seine Art und Weise über Christus spricht, und legt die Tatsache dar, daß Lukas-Christus vor allem der Verkünder der Barmherzigkeit Gottes ist. Eine Begründung für diese Behauptung sieht der Autor in der Tatsache, daß Lukas in seinem Evangelium Gleichnisse verzeichnet, die kein anderer Evangelist kennt (vom verlorenen und wiedergefundenen Schaf, von der verlorenen und wiedergefundenen Drachme, vom barmherzigen Vater, vom barmherzigen Samariter). Gerade diese Glaichnisse enthüllen das humane Gesicht Christi, der menschgewordenen Güte Gottes. Dies enthüllen übrigens auch viele andere Werke, die Jesus jenen tat, denen er auf sein Wege begegnete. Erwähnen wir nur einige: Die Berufung des Levi, die Antrittsrede, die Auferweckung des einzigen Sohnes der Witwe aus Nain, die Begegnung Jesu mit der Sünderin beim Essen im Haus des Pharisäers Simon, die Heilung der verkrümmten Frau am Sabbat, das Beispiel vom Pharisäer und vom Zöllner, Jesus und die Kinder, der gute Verbrecher...
Der Autor behandelt diese Thematik, um die Tatsache hervorzuheben, daß die frühe Kirche die Lehre von der Notwendigkeit der gegenseitigen Barmherzigkeit und Zärtlichkeit verstanden hat, und um die heutigen Christen, die in einer so anspruchsvollen und barmherzigkeitsbedürftigen Zeit leben, daran zu erinnen, daß sie - wie die Christen aller Zeiten - zur Nachfolge Christi in ungeschmälertem Ausmaß berufen sind. Daher schließt er seinen Artikel mir der Aufforderung aus 1 Petr 3,8: "Endlich aber: seid alle eines Sinnes, voll Mitgefühl und brüderlicher Liebe, seid barmherzig und demütig!"
Keywords
Hrčak ID:
338275
URI
Publication date:
14.6.1993.
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