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Massenmedien und Familie
Mirko Mataušić
Abstract
Sind Massenmedien Ursache oder nur Spiegel der gesellschaftlichen Veränderungen? Auf diese Frage wird heute differenziert geantwortet: Sie sind beides, Ursache und Spiegel, in bezug auf verschiedene Stadien des Veränderungsprozesses und Gruppen, die am Prozess tailnehmen.
Es wird oft ausser Acht gelassen, dass z. B. das Fernsehen die bedeutendsten Veränderungen des familiären Lebens durch seine blosse Präsenz in modernen Familien verursacht hat: Es ist fast ein Mitglied der Familie geworden, das einen bedeutenden Teil der Freizeit in Anspruch nimmt, die Aufmerksamkeit der Familienmitglieder auf sich zieht, die Kommunikation zwischen ihnen hindert, die Stellung des Gastes verändert usw...
Die Inhalte, welche Liebe, Ehe, Familie und Erziehung betreffen, sind in den Medien vielfalltig und grösstenteils als positiv zu bewerten. Doch die nichtchristlichen Medien vertreten oft den christlichen Werten völlig entgegengesetzte Ansichten, z. B. in Fragen des verehlichen Geschlechtsverkehrs, der Kontrazeption, der Schwangerschaftsunterbrechung... Als äusserst negative Erscheinung in den Medien ist die Pornographie zu bewerten, weil sie zur Entfremdung von den echt humanenen Idealen führt.
Auf die Herausforderung, welche die Massenmedien durch ihre Präsenz in den Familien und durch ihre Inhalte für Kirche und Familie darstellen, soll mit einer Erziehung fur reife christliche Persönlichkeit geantwortet werden, wo auch eine angemessene Medienerziehung Platz finden soll, damit junge Leute befähigt werden, sich mit den Massenmedien kritisch auseinanderzusetzen und so keinen Schaden, sondern einen echten Nutzen von ihrem Angebot zu haben.
Keywords
Hrčak ID:
339135
URI
Publication date:
10.6.1987.
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