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Die Lage des Katechumenates in einer entchristlichten Gesellschaft

Josip Baloban


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page 5-19

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Abstract

Die Notwendigkeit des Katechumenates bei uns ergibt sich aus dem gesamten gesellschaftlichen Kontext, in welchem die Kirche als konkrete Institution eingewurzelt ist und in welchem die Menschen als Träger der Gesellschaft leben. Einerseits steht diese Gesellschaft nicht mehr unter dem Patronat der Kirche. Sie hat sich auf verschiedensten Gebieten von der Kirche unabhängig gemacht und erkennt sie mehr weder als ihren moralischen Kontrolleur noch als einen autoritativen Arbiter an. Vielmehr arbeitet sie auf ihren einzelnen Gebieten darauf hin, die Religion sowohl aus dem gesellschaftlichen Bewusstsein als auch aus der gesellschaftlichen Praxis zu verdrängen. Der erste Schritt auf dem Wege der Befreiung der Gesellschaft von dem Religiösen geschieht durch die Verdrängung des Religiösen und Glaubensmässigen in die Privatsphäre. Dies bezweckt eine Verminderung oder einen völligen Ausschluss der Rolle der Religion aus dem Leben einzelner Menschen und der Gesellschaft schlechthin. Auf der anderen Seite ist diese Gesellschaft keine abstrakte Gegebenheit, sondern eine aus Glaubenden, Nichtglaubenden und Glaubensindifferenten bestehende Wirklichkeit. Es besteht daher keine Dichotomie: die Gesellschaft auf der einen und die Kirche auf der anderen Seite. Das Nichtbestehen dieser Dichotomie wird dadurch begründet, dass es keine abstrakte und ausserhalb der soziologischen Gesetzmässigkeiten bestehende Kirche als historische Bildung gibt.
In diesem gesamten gesellschaftlichen Kontext ist es zu grossen Kriterien-Verschiebungen gekommen. Diese Kriterien stehen nicht immer mit dem Evangelium in Einklang. Zum Grossteil werden sie nach subjektiven Schätzungen und Entscheidungen aufgestellt. Innerhalb dieser Kriterien kommt auch das Katechumenat zustande. Seine primäre Aufgabe ist, den Menschen zu helfen, auf die göttliche Initiative, die uns vor allem durch Christus und auch durch die Kirche entgegenkommt, positiv zu antworten. Diese Realität kommt aber in der heutigen evangelisierend-katechetischen Wirkung der Kirche nicht genug zum Ausdruck. Vielleich sind darin manche Gründe für die Entchristlichung und auch die jetzige Unentschlossenheit gegenüber dem Katechumenat zu suchen.

Keywords

Hrčak ID:

339148

URI

https://hrcak.srce.hr/339148

Publication date:

15.9.1987.

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