Other
Zusammenfassung
Bono Zvonimir Šagi
Abstract
Im ersten Teil bringt der Autor (Pfarrer) die langjährige eigene Erfahrung in der Jugendseelsorge im Rahmen der Pfarrseelsorge in der Zeit von 1960 bis heute. Er schildert die Strukturierung seiner Pfarre und die Anpassungen in der Nachkonzilszeit. Die konkreten gesellschaftlichen Umstände der damaligen Zeit haben die Territorialpfarre als einzigen möglichen Platz für die Katechese hinterlassen. Es galt, die Pfarre katechetisch zu organisieren und in die Lage zu versetzen, Jugendliche zu versammeln und die Jugendgruppen aufrechtzuerhalten und sie evangelisierend zur Interaktion in einer sich Öffentlich entchristianisierenden Mitte fähig zu machen. Lithurgische Versammlungen — damals die einzig mögliche Form der Katechese — wurden zur Hauptachse, um die sich die Pfarrseelsorge entwickelte. Man war bewusst bestrebt, vom sakramentalisch-serviceartigen auf den evangelisierenden Typ der Seelsorge umzuschalten, wobei die Katechese eben alle Aktionen durchdringen sollte. Es hat sich erwiesen, dass viele Laienmitarbeiter erforderlich waren. Dabei fiel den Jugendlichen eine sehr aktive Rolle zu. Als mitarbeitende Gemeinschaft wurden sie zusammen mit anderen Pfarrseelsorgekörpern in die Pfarrstruktur eingebaut. Auf diese Art und Weise stellen die Jugendgruppen in der Folgezeit schon eine Tradition dar. In dieser Tradition vollzieht sich die Glaubenserziehung der Jugendlichen bereits auch spontan.
Im zweiten Teil wurden einige erworbene Erkenntnisse vorgebracht. Für die konkreten hiesigen gesellschaftlichen Verhältnisse bleibt die Pfarre immer noch unersetzbar. In gewissem Sinne ist sie immer noch die einzig geeignete Mitte für Erziehung und Glaubenswachstum der Jugendlichen und für Hineintragung von christlichen Werten in die Lebensmitte. Deshalb braucht sie eine für Katechese geeignete innere Struktur. Die Katechese wird mit der lebendigen Lithurgie, dieser zugänglichsten Form des Versammelns. verbunden. Aus diesen Gründen müssen dynamische katechetische Programme und langfristige Pastoralplane auf der Pfarrebene erarbeitet werden.
Dazu benötigt man entsprechendes Instrumentarium für Evidentierung und Verfolgung des katechetisch-erzieherischen Prozesses in der Pfarre. Diese Evidentierung und Verfolgung ist deshalb nötig, weil wir über eine der Schule ähnliche katechetische Anstalt nicht verfügen können. Man muss unaufhörlich Möglichkeiten zum ständigen Engagement von Jugendlichen, auch zusammen mit den Älteren, schaffen, damit sie sich der Gemeinde der Erwachsenen spontan eingliedern können. In diesem Sinne soll man eine engagierte Spiritualität mit dem Stützpunkt in der Sonntagslithurgie pflegen,
Im dritten Teil wird (nur als Beispiel) eine kurze Beschreibung der Erziehung und Formation von Pfarrassistenten dargeboten.
Keywords
Hrčak ID:
339308
URI
Publication date:
20.12.1984.
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