Other
Massenkomunikation und die Gewalt
Mirko Mataušić
Abstract
In diesem Beitrag wird über die wichtigsten Ergebnisse der Wirkungsforschung hinsichtlich der Gewaltdarstellungen in Massenmedien, besonders im Fernsehen referiert. Es ist bisher nicht gelungen, wissenschaftlich einwandfrei zu beweisen, dass der regelmässige Konsum der massenmedialer Gewalt eine Veränderung der Persönlichkeitsstruktur bei den gesellschaftlich normal integrierten Rezipienten bewirke. Einige Studien weisen allerdings darauf hin, dass aggressivere Individuen violente Inhalte bevorzugen. Wenn für solche Rezipienten das Fernsehen, bzw. die Massenmedien nicht bloss sekundäre sondern primäre Informationsquelle darstellen, dann kann es zur Verstärkung der schon vorhandenen aggressiven Tendenzen kommen. Falls aber die in normalen Umständen primären Sozialisationsfaktoren (Familie, Schule, Kirche...) funktionieren, können durch sie die eventuellen negativen Einflüsse der massenmedialer Gewalt leicht kompensiert werden. Die Kirche sollte im Religionsunterricht auch Resultate der Medienpädagogik berücksichtigen, um so der Familie auf diesem Gebiet zu helfen.
Keywords
Hrčak ID:
344479
URI
Publication date:
5.3.1986.
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