Original scientific paper
https://doi.org/10.56550/d.4.1.4
Dissens und Einheit in der Metaphilosophie
Michael Lewin
orcid.org/0000-0002-5097-5725
; Center for Metaphilosophical Research, Frankfurt am Main
*
* Corresponding author.
Abstract
Aussagen über Philosophie in der Geschichte der Philosophie und in neueren metaphilosophischen Debatten sind von philosophischen Vorannahmen und Hintergründen ‚erster Ordnung‘ abhängig, was für die Metaphilosophie als Disziplin sowohl ein Problem als auch eine Chance darstellt. Der Artikel zielt darauf ab, ein aktuelles Bild der Metaphilosophie und ihrer möglichen zukünftigen Entwicklung zu geben. Er untersucht das Problem der philosophischen Vorannahmen ‚erster Ordnung‘ in der Metaphilosophie und schlägt eine Strategie für die weitere disziplinäre Entwicklung der Metaphilosophie vor. Zunächst wird das Problem anhand einer Analyse der impliziten (Camus, Husserl, Carnap) und expliziten (Rescher, Williamson, Fraisopi) metaphilosophischen Auffassungen aufgezeigt. Weder eine universelle Konzeption der Philosophie noch eine neutrale Metaphilosophie sind in Sicht. Dennoch zeigt der Artikel als nächstes, dass eine deskriptive Perspektive auf bestehende Beiträge eine gewisse Kontinuität und disziplinäre Struktur in der Metaphilosophie hinsichtlich ihrer Thematik, Platzierung und bestehenden Themen offenbart. Eine ergänzende normative Perspektive, die eine philosophisch orientierte, auf Inklusivität und Universalität ausgerichtete Metaphilosophie fordert, kann zu effektiveren Diskursformationen, Problemlösungen und Wissensmaximierung in dieser Disziplin führen.
Keywords
Metaphilosophie; Disziplin; Meta-Metaphilosophie; Vorannahmen; Perspektivität; Geschichte der Metaphilosophie; metaphilosophische Diskursformationen; Dissens; Einheit
Hrčak ID:
345819
URI
Publication date:
24.3.2026.
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