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Izvorni znanstveni članak

https://doi.org/10.17234/SocEkol.35.2.3

Mobilitätsmuster von Jugendlichen in dünn besiedelten Gebieten Kroatiens: eine Fallstudie zur Region Lika

Anita Bušljeta Tonković orcid id orcid.org/0000-0002-5816-7378 ; Institut društvenih znanosti Ivo Pilar *
Ana Winship orcid id orcid.org/0000-0002-7666-1329 ; Scotland's Rural College (SRUC), Rural Policy Centre, Peter Wilson Building, The King's Buildings
Ivan Šulc orcid id orcid.org/0000-0002-3810-7220 ; Sveučilište u Zagrebu, Prirodoslovno-matematički fakultet, Geografski odsjek
Alen Mujčinović orcid id orcid.org/0000-0001-5493-7622 ; Poljoprivredno-prehrambeni fakultet Univerziteta u Sarajevu

* Dopisni autor.


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str. 167-198

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Sažetak

Ländliche Gebiete in Südosteuropa sind seit langem von Entvölkerung, sozialer Marginalisierung und einer verzögerten Modernisierung betroffen. Der vorliegende Beitrag leistet daher einen Beitrag zur Erforschung der räumlichen Mobilitätsmuster junger Menschen in dünn besiedelten ländlichen Gebieten Kroatiens, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Region Lika liegt, die anhand soziodemografischer Indikatoren als das am stärksten gefährdete Gebiet des Landes identifiziert wurde. Auf der Grundlage des theoretischen Rahmens der verzögerten Modernisierung und des Konzepts der neo-endogenen Entwicklung untersucht die Studie die Gründe, warum junge Menschen in der Region bleiben, sie verlassen, dorthin zurückkehren oder sich dort niederlassen, sowie ihre Wahrnehmung der Lebensbedingungen und Entwicklungsperspektiven. Die Analyse stützt sich auf eine im Jahr 2022 durchgeführte qualitative Untersuchung, die 32 halbstrukturierte Interviews mit jungen Menschen mit unterschiedlichen Migrationserfahrungen umfasst und durch Erkenntnisse aus der Feldforschung sowie studentische Berichte ergänzt wird. Die Daten wurden mittels thematischer Kodierung analysiert, die sich am Push-Pull-Modell der Migration orientiert. Lika wird als paradigmatisches Beispiel für eine Region interpretiert, die von langfristigen Prozessen der verzögerten Modernisierung geprägt ist. Vier Auswanderungswellen, eine schwache institutionelle Konsolidierung und fragmentierte Entwicklungsmodelle haben zu einer Erosion des Human- und Sozialkapitals geführt. Die qualitativen Ergebnisse deuten darauf hin, dass wirtschaftliche Faktoren, insbesondere Beschäftigungssicherheit und Aufstiegsmöglichkeiten, die wichtigsten Faktoren für Mobilitätsentscheidungen sind. Umweltqualität, familiäre Bindungen und der Zugang zu Wohnraum stellen wichtige Gründe für den Verbleib und die Rückkehr dar, während politische Apathie und institutionelle Verschlossenheit das Transformationspotenzial des vorhandenen Humankapitals einschränken. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Mobilität junger Menschen in Lika nicht auf einen einfachen Braindrain reduziert werden kann, sondern als translokale und zirkuläre Überlebensstrategie verstanden werden sollte, bei der Bildung und Beschäftigung häufig außerhalb der Region stattfinden, während die emotionale Bindung lokal verankert bleibt. Lika bestätigt sich somit als analytisch relevantes Modell zum Verständnis ähnlicher Dynamiken in den peripheren ländlichen Regionen Südosteuropas.

Ključne riječi

zirkuläre Mobilität; verzögerte Modernisierung; neo-endogene Entwicklung; Jugendliche in ländlichen Räumen

Hrčak ID:

349739

URI

https://hrcak.srce.hr/349739

Datum izdavanja:

24.7.2026.

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