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DIE ROLLE VON MATKO LAGINJA IM POLITISCHEN LEBEN DES KÖNIGREICHS DER SERBEN, KROATEN UND SLOWENEN

Hrvoje Matković


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str. 7-15

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Sažetak

Matko Laginja, ein bekannter Vorkämpfer für die nationale Idee in Istrien, stand im Jahre 1918 im Mittelpunkt des politischen Geschehens. Er war Mitglied des Nationalrats der Slowenen, Kroaten und Serben und hat als solcher zur Zeit des Zusammenbruchs der Österreichisch-ungarischen Monarchie an allen Aktionen dieses Gremiums teilgenommen. Beim Eintritt in das politischen Leben des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen basierte er seine Tätigkeit auf zwei grundlegenden politischen Standpunkten: der Schaffung der jugoslawischen Gemeinschaft auf dem Prinzip der Gleichberechtigung und der Anerkennung der legitimen geschichtlichen Rechte des kroatischen Volks. Darum hat er sich in den Diskussionen über die Ordnung im neuen Staat für den Föderalismus ausgesprochen. Als im Sommer 1919 durch die Vereinigung der »Stranka prava« (der Rechtspartei) von Starčević mit der »Napredna stranka« (der Fortschrittlichen Partei) eine neue Partei — »Hrvatska zajednica« (Kroatische Gemeinschaftspartei) entstanden ist, wurde Laginja zu ihrem Vorsitzenden. Zusammen mit anderen führenden Politikern der »Hrvatska zajednica« widersetzte er sich energisch der uni taris tischen Konzeption von Svetozar Pribičević und dessen Politik der gewaltsamen Vereinheitlichung.
In der Führung der »Hrvatska zajednica« wirkte Laginja mit viel Elan aber auch mit viel Geduld und Neigung zur politischen Kleinarbeit. Die führenden Persönlichkeiten der »Hrvatska zajednica« schätzten seine politische Erfahrung und hoben seine Verdienste in der Erneuerungsbewegung in Istrien hervor. Als zu Beginn des Jahres 1920 die »Hrvatska zajednica« in die Regierung eintrat, wurde Laginja Banus von Kroatien. Eine seiner ersten Amsthandlungen war, Stjepan Radić aus dem Gefängnis zu entlassen, der vorher auf Weisung des Innenministers Svetozar Pribičević verhaftet worden war. Laginjas Bemühungen, die Situation in Kroatien zu befrieden, blieben jedoch ohne Erfolg. Während seiner Amtszeit als Banus stattete der damalige Regent Alexander Zagreb einen Besuch ab. Kroatien wurde aber von schweren Bauernunruhen erschüttert. Der ständig wachsende politische Einfluß von Stjepan Radić nicht nur auf die Bauern in Kroatien sondern auch auf das Bürgertum führte zum großen Sieg der »Hrvatska pučka seljačka stranka« (der Kroatischen Volks- und Bauernpartei) bei den Wahlen zur Verfassungsgebenden Versammlung im November 1920. Die »Hrvatska zajednica« erhielt damals im Parlament nur vier Sitze, so daß sie auf eine kleine bürgerliche Partei reduziert war. Die führende Rolle in der kroatischen Politik übernahm Stjepan Radić. Nach der Niederlage der »Hrvatska zajednica« bei den Wahlen wurde auch Matko Laginja als Banus abgelöst. Das war der Beginn der Schwächung seiner politischen Rolle im jugoslawischen Staat. Bereits im fortgeschrittenen Alter konnte Laginja nur schwer die eigene politische Agonie ertragen, in einer Situation, in der er sich offensichtlich nicht mehr zurechtfinden konnte.

Ključne riječi

Hrčak ID:

327021

URI

https://hrcak.srce.hr/327021

Datum izdavanja:

1.4.1989.

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