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Original scientific paper

https://doi.org/10.29162/ANAFORA.v12i2.10

Politische Krisen in Jadranska trilogija von Nedjeljko Fabrio

Sanja Tadić-Šokac orcid id orcid.org/0000-0002-9573-1353 ; Faculty of Humanities and Social Sciences, University of Rijeka, Rijeka, Croatia


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page 513-529

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Abstract

Die vorliegende Arbeit untersucht politische Krisen und deren Auswirkungen auf das Individuum in Jadranska trilogija [Die Adria-Trilogie] von Nedjeljko Fabrio (1985–2002). Ausgangspunkt ist die Erläuterung des Krisenbegriffs und des Begriffs der politischen Krise, die dann vorliegt, wenn grundlegende Werte einer Gemeinschaft bedroht sind. Die Krisen werden sowohl auf gesellschaftlicher als auch auf individueller Ebene dargestellt. Auf gesellschaftlicher Ebene zeigen sie eine unsichere und turbulente Lage in politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Systemen. In den Wirbelwinden der Geschichte sind die Figuren unbarmherzigen politischen Umwälzungen ausgesetzt, mit denen sie auf ihnen angemessene Weise umgehen. Auf individueller Ebene äußert sich die politische Krise in der Problematisierung des Handelns von Figuren, die unter erhöhtem psychischem Druck stehen und Schwierigkeiten haben, sich räumlich und zeitlich zu orientieren. Die Arbeit analysiert zudem die literarischen Verfahren, mit denen der Autor auf die Politik der Literatur verweist, sowie die Reorganisation narrativer Konventionen (nach Jacques Rancière). Die Romane werden ferner im Lichte von Jacques Derridas Auffassung interpretiert, wonach Literatur als moderne Institution untrennbar mit der Demokratie verbunden ist.

Keywords

politische Krisen, Literaturpolitik, Jadranska trilogija, Nedjeljko Fabrio, Jacques Rancière

Hrčak ID:

342963

URI

https://hrcak.srce.hr/342963

Publication date:

30.12.2025.

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