Izlaganje sa skupa
Stellung und Rolle der Zeichen im Johannesevangelium
Ivan Dugandžić
Sažetak
Die johanneische Sprache unterscheidet sich in einem solchen Masse von der der synoptischen Evangelien, dass man darin nicht nur einen eigenartigen literarischen Stil, sondern vielmehr ein theologisches Thema erblickt. Im bunten Mosaik johanneischer Sprache nimmt der konsequente Gebrauch des Ausdrucks "Zeichen" für die Wunder Jesu einen wichtigen Platz an. Der Evangelist hat in seinem Werk eine ganze Zeichentheologie entwickelt.
Diese Theologie ist jedoch nicht leicht durchschaubar. Auf den ersten Ariblick scheint sie sogar wiedersprüchlich zu sein. Auf der einen Seite wird den Zeichen eine wichtige Rolle in der Selbstoffenbarung Jesu eingeräumt (2,11; 20,30s1), auf der anderen Seite scheint doch das Ideal der johanneischen Gemeinde der Glaube ohne Zeichen zu sein (20,29). Jesus selber ist zurückhaltend in bezug auf den Glauben, der sich an Zeichen entzündet und weigert sich, die Zeichen auf Verlangen der Menschen zu wirken.
Die Zeichen geschehen immer an der Materie und verbergen für denjenigen, der sie mit den Augen des Glaubens betrachtet, einen tieferen christologischen Sinn, der erst im Wort Jesu ganz zum Ausdruck kommt. Für alle anderen bleiben sie im Bereich des Mirakelhaften.
Die Zeichen haben einen geringeren Wert als Werke, die Jesus im Namen seines Vaters tut, oder die Vater durch ihn tut. Sie sind zwar nie konkret beim Namen genannt, da sie nicht, wie die Zeichen an der Materie geschehen. Sie gipfeln aber im einzigen Werk der Hingabe seines Lebens, die Zugleich Verherrlichung des Vaters bedeutet (17,4).
Die Zeichen (Wunder) Jesu sind so in diesem Evangelium dargestellt, dass das Wort Jesu wichtiger ist als sie und, dass sie im Lichte dieses Wortes als überflüssig erscheinen.
Ključne riječi
Hrčak ID:
338179
URI
Datum izdavanja:
15.3.1994.
Posjeta: 175 *