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Kultur als Objekt geographischer Forschung

Laura ŠAKAJA


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str. 461-484

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Sažetak

Im Artikel wird eine Übersicht über die Entwicklung der
Kulturgeographie von ihrer Entstehung zu Beginn des 20.
Jahrhunderts bis in unsere Tage gegeben. Es werden in
dieser Disziplin als erstes Verschiebungen von Objektivität,
d.h. der Konzentration auf materielle Elemente der Kultur,
hin zu Subjektivität, d.h. der Überbetonung der Subjektivitat bei der Wahrnehmung der Umwelt beobachtet, als zweites
wiederum Verschiebungen hin zu den hermeneutischen
Standpunkten der heutigen ”neuen” Kulturgeographie, die,
ausgehend von einem interpretativen Ansatz, die Trennung
von Subjekt und Objekt zu überwinden sucht. Es werden
kardinale Veränderungen in der Sicht der Kulturgeographie
sowohl auf die Kultur als auch auf den Hauptgegenstand der
Kulturgeographie, die Kulturlandschaft, beobachtet. Im Laufe
des Jahrhunderts vertraten die Geographen eine
Kulturauffassung, die von einer superorganischen
autonomen Struktur bis zu intersubjektiver Realität reichte,
bzw. bis zu einem organisierten System bezeichnender
Symbole, mit Hilfe deren sich die menschliche
Kommunikation abspielt. Die Auffassungen von
Kulturlandschaft wiederum variierten von ihrer Sicht als dem
Ergebnis des Einwirkens der gesamten Gesellschaft auf die
Naturlandschaft bis hin zur zeitgenössischen Vision von
Landschaft als Text, in dem die Kontexte der polyvokalen
Gesellschaftsstruktur, der natürlichen, kulturellen und
geschichtlichen Umstände verschlüsselt sind, in deren
Rahmen sich die Landschaft entwickelte und immer noch
entwickelt. Durch die Affirmierung multikulturaler
Gesellschaften in der zeitgenössischen Geographie gerät der
Begriff des Raums anstelle des traditionellen Begriffs des
Milieus in den Brennpunkt. Im Raum nämlich koexistieren,
überschneiden und durchdringen sich gegenseitig die Milieus
verschiedener soziokultureller Gruppen. Da gerade
quantitative geographische Techniken bei der Erforschung
des Raums gute Resultate erbringen, wird im Artikel das
primär negative Verhältnis der Kulturgeographie zu den
quantitativen Methoden der Raumanalyse in Frage gestellt.

Ključne riječi

Hrčak ID:

20479

URI

https://hrcak.srce.hr/20479

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