Original scientific paper
"Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum?" Kirchliche Zeitgeschichte im Religionsunterricht der Grundschule
Bernhard Jendorff
Abstract
Die kulturgeschichtliche Begründung des RU legt auch in der Grundschule kirchengeschichtlich orientierte Lehr- und Lernprozesse nahe; besonders dann, wenn Kinder in kirchenfernen Elternhäuser groß werden, aber nicht als Fremde in ihrer Mitweltkultur leben sollen. Vorbehalte gegen historisches Lernen in der Grundschule sind gegenstandslos.
Die Kirchen-Metapher »Volk Gottes« fundiert den Kirchengeschichtsunterricht (KGU). ‘Sesamstraße-Fragen’ (vgl. Titel) sind Motor der Auseinandersetzungsprozesse. KGU lebt von oikumenischer Weite. Er arbeitet immer fächübergreifend. Dies ist geboten, da die Geschichte des Gottesvolkes nur ein Faden der einen Geschichte darstellt. Ein ‘vergangenes’ Schnittmenge-Thema hat für die Schüler gegenwärtig zu sein und muß Wirkmächtigkeit für die Zukunft enthalten. KGU blickt Selbst-Tätigkeit der Schüler. Oral history läßt subjektiv erlebte Geschichte des ‘kleinen Mannes’ zu Wort kommen.
Keywords
Erzählen; Historisches Lernen; Identität; Kirchen-Metapher »Volk Gottes«; Kirchensoziologie; Kirchliche Zeitgeschichte; Kooperativer RU; Oral history; RU in der Grundschule; Selbst-Tun der Schüler; Thema des KGU: lebensnah, gegenwärtig bedeutsam, zukünftig wirkmächtig, oikumenisch, fächerübergreifend, selbstbestimmtes lernen anregend; Theologische Deutung der Geschichte
Hrčak ID:
337768
URI
Publication date:
24.6.2000.
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