Original scientific paper
Das Korrelationsprinzip im Religionsunterricht. Analyse seiner offiziellen Duchführung in Deutschland vom Zielfelderplan 1973 zum Grundlagenplan 1984.
Ana Thea Filipović
Abstract
Ziel dieses Artikels war es, den Lesern der Zeitschrift “Kateheza” das religionsunterrichtlich-didaktische Korrelationsmodell darzustellen, das auf dem gleichnamigen Prinzip beruht. Gemacht wurde dies in Form einer Analyse des Dokumentes “Der Religionsunterricht in der Schule” der Gemeinsamen Synode der Bistümer in der BRD, dessen Konzept des Religionsunterrichts zur Grundlage der Korrelationsdidaktik wurde, und durch die Analyse von drei Lehrplänen für den Religionsunterricht, die als Rahmenlehrpläne für das ganze Bundesgebiet dienen sollten und die das Korrelationsprinzip auf der Lehrplanebene verwirklichen wollten. Das Prinzip der Korrelation von christlichen Glaubensinhalten und Inhalten der schülerischen Erfahrungen und Situationen im Religionsunterricht habe - gewiß auch wegen der Annahme und Förderung dieses Prinzips auf der offiziellen Ebene - nicht nur in Deutschland, dem Land mit stärkster religionspädagogischer Tradition, sondern auch außerhalb seiner Grenzen gute Aufnahme gefunden. Diese Untersuchung wolle aber auch auf einige problematische Punkte im Zusammenhang mit der Durchführung des Korrelationsprinzips hinweisen, infolge deren das Korrelationsmodell nach etwa zwanzig Jahren seines Bestehens in Krise geraten sei. Denn kritische Punkte ließen ahnen, auf welche Fragen man besonders aufpassen solle und wo die Lösungen für den gegenwärtigen schulischen Religionsunterricht zu suchen seien.
Keywords
Hrčak ID:
338121
URI
Publication date:
12.9.1995.
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