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Ostalo

Zusammenfassung

Ljudevit Rupčić


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str. 19-32

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Weder das Alte noch das Neue Testament legt eine systematische Ehenlehre vor. Sogar beide behalten nirgendwo eine Verurteilung der Polygamie. Da wird auch nicht über die Eheschliessungsart gesprochen.
Die alttestamentliche Ehe ist nich durch das Ideal der Schöpfung verwaltet, sondern viel mehr durch die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und geschichtlichen Gegebenheiten. Sie ist von einer individuell-geschichtlichen Situation bestimmt. Das respektiert auch Gott selbst wenn er die PoIygamie und Ehetrennung toleriert.
Nach den neutestamentlichen Angaben hat Christus vor allem über die Natur und Wirklichkeit der Ehe gesprochen. Sich mit der jüdischen Praxis und Theorie auseinandersetzend, hebt er die eheliche Wirklichkeit hervor, die durch die Gottesschöpfung vorhanden ist, und nicht den Jurismus. Grundsätzlich bringt er nichts Neues, sondern insistiert an dem was durch die Schöpfung gegeben und bestimmt worden ist. Die Ehe ist kein Gesetz, sondern die Berufung, Orientierung und Versprechung die wegen jüdischer Praxis und falscher Gesetzauslegung den Zusammenhang mit der Ehe verloren hat und deswegen in ein moralisches und gesellschaftliches Chaos geführt hat. Durch den Schöpfungsaufruf will Christus nicht die geschichtlich-individuelle Situation der Verheirateten ignorieren, sondern betont dass das Kriterium der Ehe der Gotteswille ist, die durch die Schöpfung zum Ausdruck gebracht worden ist und nicht das Gesetz und seine Darlegung. Die Ordnung die von der Schöpfung hergestellt worden ist, bleibt in allen geschichtlichen und persönlichen Umständen als Fundament, Norm und Orientation des Verhaltens in der Ehe und ihrer Deutung. Deswegen zertrümmert sich die Ehe nach Christus bevor die Scheidung in Frage kommt, so dass der Blick auch ein Ehebruch sein kann, Gerade das verurteilt Jesus. Er redet sonst nur vom Wert der Ehe in sich, von ihrer Einigkeit und ihrer Pflege, Selbstverständlich dachte er nicht — und wir denken auch so — dass die Deutung der Ehe vom "Weltlichen" unberührt bleibt. Und, wenn man das in Betracht nimmt, dann ist die Ehewirklichkeit und ihr Wert realisierbar in dem Mass in dem es die menschlichen Umstände gewähren.
Wie man den Christi Ehe auftrag zu verstehen hat, das erläutert am besten das Neue Testament. Es hat vor den Augen die Lebensverhältnisse der Griechen und der Juden (vgl. Mk 10,12; 1 Kor -7, 10-11 und Mt 19,3—9; 5,3132). Durch die Antwort auf die Frage (Mk 10,1—2 und par.) Jesus gleicht die Spannung unter Ehensabsicht und menschlichen Ausführbarkeit aus. Obwohl Jesus Logion seinen Eheauftrag ausführlich deutet, immerhin wird er von den Evangelisten in einer solchen Art gebracht die eine, durch die menschlichen Lebenssituation, Milderung bedeutet. Jesus Auftrag darf man nicht als Gesetz verstehen, sondern als eine moralische Forderung und ein Ideal dass der Gegenstand menschlicher Sehnsucht und allen seinen Kräften sein soll. Das ist in der Bergpredigt, die auch von der Ehe spricht (Mt 5,32) am besten sichtbar. So hat es auch die Kirche am Anfang verstanden. Die lebensgeschichtlichen und vereinzelten Umstände sind nicht immer begünstigt zur Verwirklichung der Ideale. Die Praxis ist Zeuge dafür: "Wer seine Frau aus der Ehe entlässt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch" (Lk 16,18). Die verschiedene Verhältnisse forderten die Akzentverschiebung auf den Anhang: "und eine andere heiratet" oder "die von ihrem Mann aus der Ehe entlassen worden ist". Daraus folgt, kann man sagen, dass die Sünde nicht in der Scheidung, sondern in Wiederheiraten besteht. Die verschiedenen Varianten des Jesu Logion über die Ehescheidung ist eigentlich eine Modifizierung des Jesu Ideals der Unauflösslichkeit der Ehe nach den veränderten, menschlichen und gesellschaftlichen Umständen.
Paulus in seiner konkreten Situation (1 Kor 7,11—12), wie auch Matthäus in seiner (19,3—9; 5,31—32), grundsätzlich lehnt die Ehescheidung ab, aber in der Praxis bewilligt er sie (1 Kor 7,15). Der Grund dafür ist das eschatologische Verstandnis der Ehe. Gotteswille ist dass die Menschen "in Frieden" leben (I Kor 7,15). Deswegen, fällt alles weg was diesen Frieden verhindert (vgl. Lk 18,29—-30), auch die Ehe. Das ist der Grund dass Paulus die Ehescheidung bewilligt.
Aus den neutestamentlichen Angaben, sieht man klar dass das eheliche Ideal in sich und in den geschichtlichen Umständen nicht dieselbe Sache ist. Sie legen das Zeugnis ab dass Christus damit vertraut war was Paulus und Matthäus ausdrücklich gesagt haben: Das Eheideal plus die geschichtliche Situation ist die konkrete Ehe. Deshalb bleiben das Ideal und die geschichtlichen Umstände in der Spannung. Die Kirche hat damit durch die ganze Geschichte die Rechnung geführt. Darf sie auch heute diese Voraussetzungen in Sicht behalten?
Es scheint nach dem Neuen Testament dass nichts im Wege steht. Es gibt auch heute, vielleicht‚viel mehr als früher, Verlegenheiten die den Menschen in der Ehe auch nach der Versöhnung keine Chance geben für die Verwirklichung der Berufung "in den Frieden" (1 Kor 7, 15). Darauf kann man nicht mit den schon vorbereiteten Lösungen des Neuen Testaments die Antwort geben, wie auch das Neue Testament die Antworten des Alten nicht wiederholt hat.
Das Heil der Menschen verlangt dass auch die heutige Kirche wie es die Urkirche getan hat, die Massnahmen erfindet durch die, die Beschützung der Schönheit und Erhabenheit der Ehe garantiert wird, aber in einer solchen Weise dass die Menschen nicht hilflos in den Situationen bleiben die nicht die Durchführung des Ideals ermöglichen. Matthäus und Paulus haben offensichtlich in ihren konkreten Situationen eine Ausnahme gestattet. Diesen Weg ist auch die Kirche durch ihre Geschichte gegangen, Sie hat auch, nach ihren Umständen, die Ehen scheiden lassen die bei Paulus nicht bekannt sind. Dabei hat sie offensichtlich mehr dem Geist Christi als den Buchstabe der Schrift befolgt. Das was in der heutigen Kirche in Bezug äuf die Ehescheidung fehlt, wenigstens so scheint es uns, ist nicht unvollständiges Verständnis und Deutung des Auftrags Christ, sondern die konsequente und volle Anwendung des Christi Geistes.
Übers. von M. Pranjić

Ključne riječi

Hrčak ID:

339314

URI

https://hrcak.srce.hr/339314

Datum izdavanja:

9.3.1983.

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