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Preliminary communication

Meer und Himmel als Urelemente in Platens "Sonette aus Venedig"

Amir Irani-Tehrani ; United States Military Academy at West Point, New York


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Abstract

Venedig kann als Ort zwischen Land und Wasser gedachte werden,
doch die Land-Wasser-Oberfläche Venedigs ist ein Kunstwerk, keine
Erde. Der Bau dieser auf Stelzen errichteten Fläche begann während
der Zeit der Völkerwanderungen im fünften und sechsten Jahrhundert
durch mutige Flüchtlinge vom Festland, die schließlich eine über tausend
Jahre währende Republik gründeten. August von Platen besuchte
Venedig 27 Jahre nach der Kapitulation der Republik, als die Stadt
unter österreichischer Besatzung stand. Sonette aus Venedig (1824) erschaffen eine ästhetische Fuge aus Meer und Himmel als Urelementen
(mit wenigen, aber bemerkenswerten Bezügen zum Land), um Venedig
als himmlische Aphrodite, die Personifizierung des vollkommenen
Kunstwerks, darzustellen. Doch die Kunst vermittelt nicht mehr
zwischen Menschen und Göttlichkeit, und die himmlische Schönheit
scheint nur in Echos, Schatten und Träumen fortzuleben. Der Zyklus
regt auch zum Nachdenken über das Bild der Flüchtlinge an, die nicht
an den Strand gespült wurden, sondern vom Land aufs Meer flohen,
um inmitten des barbarischen Einbruchs einen Weg zur Fortführung
der Tradition zu finden.

Keywords

August von Platen, Venedig, Urgottheiten, Meer, Land, Flucht

Hrčak ID:

343664

URI

https://hrcak.srce.hr/343664

Publication date:

31.12.2025.

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