Izvorni znanstveni članak
https://doi.org/10.56550/d.4.2.1
Leonardo da Vincis holistische Naturauffassung und die quantenmechanische Nicht-Separierbarkeit
Sara Taglialagamba
orcid.org/0000-0003-4974-496X
; University of Urbino Carlo Bo
*
Gino Tarozzi
; University of Urbino Carlo Bo
* Dopisni autor.
Sažetak
Im Gegensatz zu einigen neueren Interpretationen, die die Relevanz von Leonardos Naturphilosophie für die zeitgenössische Wissenschaft hervorheben, besteht das Ziel dieses Beitrags weder darin, Leonardo als einen Vorläufer der Quantenmechanik zu interpretieren, noch seine Naturauffassung mit gegenwärtigen relationalen Interpretationen der Quantentheorie gleichzusetzen. Vielmehr argumentieren wir, dass Leonardos organische und holistische Perspektive eine Alternative zum mechanistischen Reduktionismus bietet und dabei dennoch die erkenntnistheoretische Unterscheidung zwischen Beobachter und beobachteter Realität bewahrt. Die Quantenmechanik hingegen radikalisiert die Krise der Separierbarkeit, indem sie nicht nur die Unabhängigkeit physikalischer Systeme durch Verschränkung und Nichtlokalität infrage stellt, sondern auch die klassische Unterscheidung zwischen Subjekt und Objekt durch die unvermeidliche Wechselwirkung, die in Messprozesse involviert ist. Leonardos relationale und organische Naturauffassung sollte daher nicht mit zeitgenössischen anti-realistischen oder rein relationalen Ontologien verwechselt werden, da sie weiterhin in einer grundlegend realistischen und empiristischen Erkenntnistheorie verankert bleibt.
Ključne riječi
Leonardo da Vinci; Natur; Holismus; mechanistischer Reduktionismus; Quanten mechanik; Verschränkung; Nichtlokalität; Nicht-Separierbarkeit
Hrčak ID:
347645
URI
Datum izdavanja:
18.5.2026.
Posjeta: 0 *