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Original scientific paper

https://doi.org/10.56550/d.4.2.1

Leonardo da Vincis holistische Naturauffassung und die quantenmechanische Nicht-Separierbarkeit

Sara Taglialagamba orcid id orcid.org/0000-0003-4974-496X ; University of Urbino Carlo Bo *
Gino Tarozzi ; University of Urbino Carlo Bo

* Corresponding author.


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page 21-32

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Abstract

Im Gegensatz zu einigen neueren Interpretationen, die die Relevanz von Leonardos Naturphilosophie für die zeitgenössische Wissenschaft hervorheben, besteht das Ziel dieses Beitrags weder darin, Leonardo als einen Vorläufer der Quantenmechanik zu interpretieren, noch seine Naturauffassung mit gegenwärtigen relationalen Interpretationen der Quantentheorie gleichzusetzen. Vielmehr argumentieren wir, dass Leonardos organische und holistische Perspektive eine Alternative zum mechanistischen Reduktionismus bietet und dabei dennoch die erkenntnistheoretische Unterscheidung zwischen Beobachter und beobachteter Realität bewahrt. Die Quantenmechanik hingegen radikalisiert die Krise der Separierbarkeit, indem sie nicht nur die Unabhängigkeit physikalischer Systeme durch Verschränkung und Nichtlokalität infrage stellt, sondern auch die klassische Unterscheidung zwischen Subjekt und Objekt durch die unvermeidliche Wechselwirkung, die in Messprozesse involviert ist. Leonardos relationale und organische Naturauffassung sollte daher nicht mit zeitgenössischen anti-realistischen oder rein relationalen Ontologien verwechselt werden, da sie weiterhin in einer grundlegend realistischen und empiristischen Erkenntnistheorie verankert bleibt.

Keywords

Leonardo da Vinci; Natur; Holismus; mechanistischer Reduktionismus; Quanten mechanik; Verschränkung; Nichtlokalität; Nicht-Separierbarkeit

Hrčak ID:

347645

URI

https://hrcak.srce.hr/347645

Publication date:

18.5.2026.

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