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Ein Schritt zum besseren Verständnis unter den Theologen

Rudolf Brajčić ; Filozofsko teološki institut Družbe Isusove u Zagrebu, Zagreb


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page 5-18

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Abstract

Wir wollten mehr Licht in die Verhältnisse zwischen der Christologie »von unten« und der Christologie »von oben« bringen, mit dem Ziel eines besseren Verständnisses unter den Theologen. Dabei bedienten wir uns der synthetischen Urteile a priori.
Zuerst haben wir einen umfassenderen Entwurf einer Christologie »von unten« nach H. Küng gegeben, um dann diese Christologie mit dem alten Traktat De Christo legato divino zu vergleichen. Wir kamen zum folgenden Schluss:
Der klassische Traktat De Christo legato divino ist nicht unentbehrlich. Die Glaubenswürdigkeit der Botschaft Christi kann ausreichned bearbeitet werden innerhalb einer Christologie wie es die Christologie »von unten« darstellt. Es ist aber doch notwendig, die Glaubenswürdigkeit der Botschaft Christi auf Grund der modernen Exegese aus seelsorglichen Gründen (Gebildete — Ungebildete) auch im Rahmen des Traktates De Christo legato divino und nicht nur in einer Christologie »von unten« zu bearbeiten.
Die Christologie »von unten« behandelt nicht nur die Glaubenswürdigkeit Christi, sondern sie erklärt ihn auch. Sie ist Dogmatik.
In der Christologie sind beide Richtungen möglich, die Richtung »von unten« und die Richtung »von oben«. Die Offenbarung besteht nicht nur aus Worten, sondern auch aus Taten. Sie ist Wort Gottes und Christusereignis zugleich. Nehmen wir den Anfang von der Offenbarung als Wort, wir befinden uns auf der absteigenden Richtung; beginnen wir bei dem Ereignis, sind wir auf der aufsteigenden Linie. Die aufsteigende und die absteigende Linie sind in der Tat nicht zwei verschiedene Linien, sondern nur eine mit zwei verschiedenen Ausgangspunkten. Um Christus ganzheitlich zu erklären, muss man ihn von beiden Ausgangspositionen deuten. Erst so kommt man zur Synthese.
Zuletzt zeigten wir, dass die Christologie »von oben« keine deduktive ist, sondern auf Grund der synthetischen Urteile a priori behandelt wird. Diese Urteile fordern einen ständigen Einblick in unsere Christuserfahrung. Daraus folgt, dass die Grundhaltung: »Es interessiert uns nicht die Natur Jesu, sonderr seine Funktion für uns«, weder einen ontologischen noch einen noetischen Sinn hat. Sie behält nur einen gewissen methodischen Wert.

Keywords

Hrčak ID:

55200

URI

https://hrcak.srce.hr/55200

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