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Branko Fučić

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APA 6th Edition
Fučić, B. (1978). Hibridno i folklorno u ikonografiji. Peristil, 21 (1), 58-58. Preuzeto s https://hrcak.srce.hr/148259
MLA 8th Edition
Fučić, Branko. "Hibridno i folklorno u ikonografiji." Peristil, vol. 21, br. 1, 1978, str. 58-58. https://hrcak.srce.hr/148259. Citirano 04.04.2020.
Chicago 17th Edition
Fučić, Branko. "Hibridno i folklorno u ikonografiji." Peristil 21, br. 1 (1978): 58-58. https://hrcak.srce.hr/148259
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Fučić, B. (1978). 'Hibridno i folklorno u ikonografiji', Peristil, 21(1), str. 58-58. Preuzeto s: https://hrcak.srce.hr/148259 (Datum pristupa: 04.04.2020.)
Vancouver
Fučić B. Hibridno i folklorno u ikonografiji. Peristil [Internet]. 1978 [pristupljeno 04.04.2020.];21(1):58-58. Dostupno na: https://hrcak.srce.hr/148259
IEEE
B. Fučić, "Hibridno i folklorno u ikonografiji", Peristil, vol.21, br. 1, str. 58-58, 1978. [Online]. Dostupno na: https://hrcak.srce.hr/148259. [Citirano: 04.04.2020.]

Sažetak
Der Autor gibt seine Ansichten uber ikonographische hybride
Bildungen, die i n de r mi t telalterlichen Wandmalerei
vorkommen, wieder, in einem Land, das seiner geographischen
Lage nach ein typisches Obergangs- und Ber0hrungsgebiet
fur verschiedenartige Kulturkreise ist.
Das Hybride in der Ikonographie wird bewiesen z. B.
1) die Kreuzung der westlichen Formel Majestas Domini
mit der byzantinischen Formel Deisis in der Freske aus dem
Ende des 13. Jahrhunderts in der Kirche St. Vinzenz in Savičenta
und di e j ungeren Derivate und Variationen dieser
Kreuzung in den Fresken um das Jahr 1400 etwa in der Kirche
St. Jelena in Oprtalj und in der Kirche St. Flor in Pomer;
2) die Kreuzung des westlichen Typus der Schutzmantelmadonna
mit der byzantinischen Platytera in den Fresken aus
der Zeit um das Jahr 1430 in der Pfarrkirche St. Martin in
Đeram und um das Jahr 1470 in der Ki rche St. Jakob in
Barban;
3) die Kreuzung der byzantinischen Morphologie des Gekreuzigten
mit der gotischen Innovation der nur mit einem
Nagel ans Kreuz geheeten Fusse auf den Fresken aus dem
Ende 13. Jahrhunderts in der Kirche St. Vinzenz in Savičenta
und um das Jahr 1300 in der Kirche St. Elisaus in Draguć.
Des weiteren analysiert der Autor an den Beispielen aus
Istrien von der Insel Krk und aus Slowenien den Durchbruch
des Folkloristischen in die Ikonographie der»Rand-c Raume
und in das Volksambient und zwar
1) in der Kalenderdarstellung auf den Fresken des Meisters
Johannes von Kastav im Jahr 1490 in der Kirche der hl. Dreifaltigkeit
in Hrastovlje, wo der Monat Januar mit dem folkloristischen
Neujahrsbrauch, der Beschenkung der Kinder, dargestellt
wird, die sogenannte»gute Hands;
2) in der Darstellunq des Kalenders im chroatisch-glagolischen
Missal aus dem Jahr 1424 aus Beram in Istrien (heute
i n Ljubljana, NUK, ms. 162, f. I 4 v u n d f . 136v), wo die
Monate Mai und Dezember mit Volksbrauchen dargestellt
sind. Der Mai tragt cine Beutelflasche, seinen Freunden Wein
daraus einschenkend, und ein gefalltes Baumchen mit frischem
Grun, »majić«genannt, das zum ersten Mai vor das Haus
gestellt wurde. Der Dezember wird mit dem Volksbrauch»koledvae
(den weihnachtlichen Umzugen mit Gesang und Spiel)
dargestellt; bei der Gelegenheit wurde der Konig gewahlt
und gekront und ein Festmahl veranstaltet. Den Einbruch des
Folkloristischen in die sakrale Ikonographie beobachtet der
Verfasser auch in den Darstellung des hl. Georg, des Heiligen,
der im Volkskult stellvertretend f0r altere, mit dem Beginn
des Vegetations-Zyklus verbundene Kultinhalte ist. Das Relief
aus Plomin, nach einem der altesten glagolischen Inschriften
bekannt (die sogenannte»Plominer Inschrifta aus dem 11.
Jahrhundert), wird vom Verfasser als cine rustikale antike
Darstellung des Silvanus interpretiert, der spater, im Mittelalter,
vom Volk wegen seines Pflanzenattributes, das er in
der Hand halt, als der hl. Georg betrachtet wurde. Wegen
dieser Volksinterpretation wurde dieses heidnische Relief auch
in die Wand der Kirche des hl. Georg»des Alteren« in Plomin
eingebaut. Einen Beweis f0r seine Auslegung hat der Verfasser
im komparativen Material in Istrien gefunden, und zwar im
Relief des Silvanus auf einer antiken Ara aus Buzet, wo
Silvanus ebenso ein Pflanzenattribut in der Hand halt.
Mit der Kontamination des hl. Georg mit dem folkloristischen
»zeleni Jurajc (dem gr0nen Georg), wie ihn die Volksbrauche
kennen (Turopolje, Bela Krajina), erklart der Verfasser
die Ikonographie des hl. Georg in der Freske aus dem 12.— 13.
Jahrhundert in der verfallenen Kirche des hl. Georg in Vrbnik
auf der Insel Krk, wo der Heilige in jeder Hand ein Pflanzenattribut
halt. Dasselbe bemerkt er auch zu den Fresken
aus dem 15. Jahrhundert auf Turjak in Slowenien, wo der
Maler ganz eindeutig das spriessende Gr0n, das Pflanzenattribut
des hl . Georg, von der Palme unterscheidet, die
die heiligen Martyrer als das christliche Martyrerattribut auf
den Fresken in Turjak in der Hand halten.
durch :

Hrčak ID: 148259

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