Skip to the main content

Original scientific paper

DER HANDEL MIT DEN ARBEITSKRÄFTEN AN DER ÖSTLICHEN KÜSTE ADRIAS — ENTWICKLUNG UND BEDEUTUNG.

Neven Budak


Full text: croatian pdf 1.971 Kb

page 105-138

downloads: 203

cite


Abstract

In diesem Text bearbeitet der Verfasser das Problem des Sklaven- und Arbeitskrafthandels von XII bis zum Anfang des XV Jahrhunderts. Obwohl die ersten Nachrichten über diesen Handel schon aus dem X Jahrhundert datieren, systematisch kann man sie erst von der zweiten Hälfte des XIII Jahrhunderts analisieren, weil sich erst seit dieser Zeit in den Küstenstädten das Notariat entwickelte.
Die Menschen, mit denen gehandelt wurde, konnten unfrei sein, in welchen Falle der Autor sie mit den Terminen Servi und Ancile bezeichnet, aber sie konnten auch halbfrei sein (Famuli). Der Unterschied bestand darin, dass die Serven ohne Zeitbegrenzung verkauft wurden, und für Ihre Arbeit nicht bezahlt wurden, während die Famulen Arbeitsverträge mit eigenem Willen auf begrenzte Zeit und für einen bestimmten Lohn abschlossen. Diese Verträge wurden über Vermittler abgeschlossen, die dabei einen grossen Gewinn erzielten. Indem die Famulen meistens nachItalien gesandt wurden, hatte auch dieser Export der Arbeitskraft einen Charakter
des Handels.
In der Periodisierung dieses Problems erkennt man drei Phasen. Es scheint, dass die erste Phase des Exports der Menschen meistens aus Dubrovnik und dem Markte an der Neretva stattgefunden hat. Die Anfänge dieser Phase, die bis zum Ende des XIII Jahrhunderts dauerte, können wir wegen Mangels der Quellen nicht bestimmen. Doch die ersten Nachrichten über diesen Handel haben wir schon aus dem X Jahrhundert. Um 1300. wird der Export der Serven beendet und es beginnt die Phase der Stagnation, die bis zu den fünfziger Jahren dauert. Gleichzeitig verlässt man die Benützung Ihrer Arbeit und beginnt man die Arbeitskraft der Famulen im Haushalt und Gewerbe zu benützen. Die dritte Phase charakterisiert e'n grosser Zuwachs der Arbeitskraft, wobei sie sich nicht mehr nur über Dubrovnik und der Neretva, sondern auch über Zadar, entwickelt. Die demografischen Verluste des Hinterlandes, aber auch die Veränderung der moralischen Auffassungen, führten zu einer weiten Aktion des Verbotes dieses Handelns. Den ersten Verbot bringt Split schon 1375. und danach auch andere Kommunen, als letzte Kotor, 1439. Mit diesen Verboten wurde nur der Handel mit den Katholiken verhindert, so dass die Orthodoxen, Patarenen und Muslimanen weiter frei verkauft wurden. Dazu brachten auch die türkischen Kriege bei.
Der Verfasser analisiert auch die Bewegungen der Preise der Arbeitskraft, die Herkunft der Serven und Famulen, sowie der Verkäufer und der Käufer und auch die Frist der Vermietung.
Alle diese Faktoren haben während dieser Zeit ziemliche Veränderungen erlebt, wass man teilweise aus den beigefügten Graphikonen über den Verkauf der Serven in Dubrovnik und Zadar sehen kann. Den wahren Wert des Menschenhandels hat der Verfasser am Beispiel des Händlers Žore Boksa aus Dubrovnik darzustellen versucht. Dieser reiche Händler spezialisierte sich für den Handel mit Bosnien und hat scheinbar nicht mehr als 5°/o seines Kapitals in den Menschenhandel investiert, obwohl der Handel sicher sehr einträglich war. Unter den fremden Händlern heben sich in einzelnen Zeitabschnitten diejenigen aus Bari, Florenz und Venedig, später auch die Spanier, hervor.
Die Serven wurden hauptsächlich aus Bosnien, der Herzegowina und Kroatien ausgeführt (Sehe Karte).

Keywords

Hrčak ID:

324358

URI

https://hrcak.srce.hr/324358

Publication date:

1.5.1985.

Article data in other languages: croatian

Visits: 471 *