Historical Journal, Vol. 43 , 1990.
Conference paper
DER MUSIKUNTERRICHT IN SPLIT IN DER ZWEITEN HÄLFTE DES 19. Jhs.
Mirjana Škunca
Abstract
Die Tradition des Musikunterrichts aus der ersten Hälfte des 19. Jhs. fortsetzend brachte die zweite Hälfte des Jahrhunderts in günstigeren gesellschaftlich-politischen Verhältnissen und unter besseren materiellen Bedingungen auch auf diesem Teilgebiet der Musikkultur in Split einen bedeutenden Fortschritt.
Die Initiativen waren zahlreich. Außer dem Dom, dem Priesterseminar, dem Humanistischen und dem Realgymnasium sowie anderen zu der Zeit gegründeten Mittelschulen in Split kümmerten sich für die Schulung der nötigen Musikfachleute in der eigenen Mitte auch bürgerlichen Musikgesellschaften sowie die Ensambles Banda Cittadina, Narodna glazba, Società filarmonica di Spalato und vor allem Zvonimir. Außer an den öffentlichen Schulen war in der Stadt auch der Privatunterricht in Musik verbreitet, den überwiegend die Kapellmeister bzw. Chorleiter der genannten Gesellschaften erteilten (F. S. Vilhar, N. Faller, V. Rosenberg Ružić, L. Perigozzo, A. Meneghello-Dinčič, J. Hatze und Č. M. Hrazdira wie auch andere Berufsmusiker in der Stadt, beispielsweise E. Bonamici, Vinka Čipin, Jelka Karlovac, A. Dobronić, Cvijeta Cindro und J. Bozzotti-Obrović). Eine bemerkenswerte Seltenheit stellte die »Škola pjevanja za splitske težake« (Gesangschule für die Stadtbauern von Split) dar, die von dem Maler Virgil Meneghello-Dinčić geleitet wurde.
Aus der Dokumentation geht hervor, daß der Musikunterricht in Split auch in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts kontinuierlich war, daß er überwiegend von Musikfachleuten durchgeführt wurde, und zwar sowohl im praktischen Musizieren als auch in musiktheoretischen Disziplinen. Von dem Musikunterricht waren die Bürger verschiedenen Alters, gesellschaftlichen Status und kulturellem Interesse erfaßt, was nicht nur die Verbreitung des Interesses für die Musik und das Kultivieren des Musikgeschmacks ermöglichte, sondern auch die Demokratisierung der Musik und der Musikkultur im weitesten Sinne des Wortes förderte.
Keywords
Hrčak ID:
326634
URI
Publication date:
1.3.1991.
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