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Izvorni znanstveni članak

ZUM STEUERSYSTEM IN SLAWONIEN ZUR ZEIT DER ARPADISCHEN DYNASTIE

Ivan Kampuš


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str. 287-315

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Sažetak

Der Verfasser erörtert verschiedene öffentliche Abgaben, in erster Linie die Abgaben, die der Herrscher von seinen Untertanen auf seinen Besitztümern erhob. Die ungarischen Herrscher führten auch die 'iura regalia' ein, d.h. das aussließliche Recht, Münzen zu prägen, Zoll, Brüchenzoll, Maut und andere Abgaben zu erheben. Aufgrund der Urkunden und Privilegien haben die Hospites in den Siedlungen in Slawonien /Petrinja, Samobor, Varaždin, Jastrebarsko, Gradec (einem späteren Stadtteil von Zagreb), Perna, Križ, Vukovar/, Abgaben an den König, die Königin, den Herzog und den Banus unter der Benennung 'liberi denarii’, 'teragium collecta', 'martinšćina', 'census' abführen müssen. Darüber hinaus mußten sie noch den 'descensus' bezahlen, der vor allem für die Hospiten in Gradec eine große Belastung darstellten, sie wurden jedoch von König Béla IV. auf ihre Bitte von anderen Verpflichtungen befreit, die in der goldenen Bulle aus dem Jahr 1242 aufgezählt waren, und hatten nur die Verpflichtung an den Herzog den jährlichen Census in Höhe von 40 Mark zu bezahlen. Die Kleinstädte in Slawonien hatten auch die anderen Abgaben unter dem gemeinsamen Namen 'tributae' als Entgelt an den Herrscher für das ihnen abgetretene Recht, Handel zu treiben, zu zahlen. Von dem Jahr 1173 bis ins 14. Jh. hinein wird auch der Dreißigste genannt als Einkommen der Königin. Er wurde auf die aus dem Ausland importierten Waren bezahlt, später auch auf die Exporte.
Nachdem Koloman Slawonien erobert hatte, wurden auch die 'marturina' sowie Naturalienabgaben (Lebensmittel) eingeführt. König Béla III. hatte große Einkünfte aus Slawonien, aber die dynastischen Kämpfe nach seinem Tod beschleunigten die Zersplitterung der königlichen Domänen und der Ländereien, die den Kastrum und den Gespannschaften angehörten. Im Laufe des Bürgerkriegs haben die Könige Emmerich und Andreas ihre Anhänger reichlich mit Besitztümern belohnt, und wegen des chronischen Geldmangels hat der letztgenannte den jüdischen und mohammedanischen Großhändlern die Zölle, Steuern, Münzpräge und Bergwerke verpachtet, und sie haben die vorgestreckte Pacht mit Zinsen eingetrieben. Wegen des Aufstandes der Servienten und der Jobagionen in den Festungen hat sie Andreas 1222 von den Steuern und dem Descensus befreit, hat dafür aber die früheren Pächter eingesetzt und das kirchliche Salzmonopol beschränkt wofür er mit dem Kirchenbann bestraft wurde.
Mit dem Ziel, die eingebüßten Einnahmen aus der Zeit von Emmerich und Andreas wiederzugewinnen, war Béla IV. bestrebt, in Slawonien die entfremdeten Ländereien der Kastrum und der königlichen Domänen zurückzugewinnen. Der Erfolg blieb jedoch aus, und die zerrütteten Beziehungen zwischen dem König und der herrschenden Klasse hatte schicksalhafte Folgen während des Einfalls der Tataren. Für verschiedene Verdienste haben Béla und sein Bruder Koloman ihre Anhänger mit neuen Schenkungen belohnt. Auch gegen sein Lebensende wandte Béla den Feudalherren gegenüber die gleiche Taktik an, in der Hoffnung, sie würden ihn im Kampf gegen seinen Sohn Stephan unterstützen.
Obwohl Bélas erste Reform nicht erfolggekrönt war, betraute der Herrscher den Banus, den Gespan und einige Richter in Slawonien mit der Aufgabe, die Besitzverhältnisse, die nach dem Abgang der Tataren durch die Willkür einzelner zerrüttet waren, wieder zu regeln und somit auch den Zufluß der entfremdeten Einnahmen.
In der vorliegenden Arbeit wird auch die Tätigkeit der Münzpräge in Slawonien, die ab dem 12. Jh. arbeitet, erörtert, mit der Anmerkung, daß die Münzen, genannt ’denarius banalis’, ’denarius zagrabiensis’, ’denarius Grecensis’, ’slavonski banovac’ auch in Gradec geprägt wurden. Der Gewinn der Kammer war die Einnahmequelle des Banus, während der Münzpräge auch der Gewinn von dem Geldwechsel zufloß. Béla IV. schaffte den alljährlichen Umtausch ab, führte dafür aber die ständige Abgabe unter dem Titel ’collecta septem denariorum’ ein und bestimmte, daß sie aus den Dörfern von allen bezahlt werden muß, die auch die ’marturina’ bezahlen. Diese Kollekte wurde von den königlichen Beamten eingehoben.
Die letzten Mitglieder der Familie Árpád, Stephan V., Ladislaus IV. und Andreas III. haben wegen der Verdienste frühere Schenkungen des Herrschers bestätigt oder gar neue eingeführt, indem sie ihre Anhänger nicht nur durch Bodenschenkungen sondern auch durch Befreiung von Abgabenzahlungen belohnten. Bei der Analyse der erteilten Freiheiten in diesen Dokumenten stellt der Verfasser fest, welche Abgaben in dieser Zeit erhoben wurden. Zahlreiche Schenkungen der arpadischen Dynastie an die Bischöfe und das Domkapitel in Zagreb machten die Zagreber Kirche zu einem der bedeutendsten Feudalbesitzer in Slawonien, während ihre Untertanen zugunsten der Kirche von der Entrichtung aller öffentlichen Abgaben befreit waren.

Ključne riječi

Hrčak ID:

326649

URI

https://hrcak.srce.hr/326649

Datum izdavanja:

1.3.1991.

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