Historical Journal, Vol. 45 , 1992.
Original scientific paper
GESCHICHTLICHE ENTWICKLUNG DER ALBANOLOGIE IN KROATIEN
Aleksandar Stipčević
Abstract
Zur Zeit der kroatischen nationalen Wiedergeburtsbewegung begannen sich die kroatischen Wissenschaftler und Publizisten auch für die Albanologie und die Albaner zu interessieren, was verständlich ist, bedenkt man die These von Ljudevit Gaj und anderen Anhängern eben dieser nationalen Bewegung, der sog. "Illyrischen Bewegung" von der illyrischen Abstammung der Kroaten.
In der zweiten Hälfte des 19. Jhs. schreiben zahlreiche kroatische Historiker (I. Kukuljević Sakcinski, Š. Ljubič, F. Rački u.a.) über die Albaner, überwiegend aufgrund des umfangreichen Quellenmaterials, das in kroatischen Archiven, in erster Linie in denjenigen von Dubrovnik und von Zadar aufbewahrt wird.
Ende des 19. Jhs. und in den ersten Jahrzehnten des 20. Jhs. schreibt Ćiro Truhelka über die albanische Volksliteratur; die Gründung des Staates Albanien im Jahr 1912 gab dem Interesse der Kroaten für die Albanologie großen Aufschwung. Zu der Zeit meldet sich mit seinen Arbeiten auch Milan Šufflay zu Worte, der größte kroatische Albanologe, der seine Aufmerksamkeit in besonderem Maße auf die Erforschung des Mittelalters richtete.
Zwischen den beiden Weltkriegen schreiben über die albanische Sprache H. Barič, P. Skok, der Historiker E. Laszowski u.a.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wächst die Zahl der kroatischen Wissenschaftler, die über Albanien schreiben, sprunghaft an (die Historiker S. Antoljak, B. Križman, В. Stulli, J. Luetić u.a., der Philologe R. Katičić, der Volkswirtschaftler B. Horvat usw.).
Besonders zahlreich sind die Schriften über die albanische Kolonie Arbanasi in der Nähe von Zadar, wo auch heute noch die albanische Sprache in Gebrauch ist (S. Buzolič, K. Krstič, N. Karuc, M. Ćurković u.a.).
Keywords
Hrčak ID:
326786
URI
Publication date:
1.5.1993.
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