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Original scientific paper

DIE FINANZIELLEN GRUNDLAGEN DER AUSGLEICHS-AUTONOMIE ZIVIL-KROATIENS UND SLAWONIENS 1868—1880.

Mirjana Gross


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page 89-122

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Abstract

Die Verfasserin hat schon früher versucht, den Charakter der kroatischen Autonomie nach dem ungarisch-kroatischen Ausgleich festzustellen (Siehe HZ 1985, 1—29 und S. Wank et. al., eds., The Mirror of History, Essays in Honor of Fritz Fellner, Santa Barbara-Oxford 1988, 275—294). In dem vorliegenden Beitrag bemüht sie sich, die finanzielle Grundlage dieser Autonomie zur erklären, indem sie sich mit der durch die Ausgleiche von 1868, 1873 und 1880 geschaffenen finanziellen Lage befaßt. Sie beschreibt die ausschließliche Ingerenz der ungarischen Regierung und ihrer Behörden im Finanzwesen Kroatiens und Slawoniens sowie die Unmöglichkeit des Einflusses der kroatischen Regierung und des Landtags auf die Finanzen des Landes und ihre Unkenntnis über das Zustandekommen der Beträge, die vom Finanzminister jährlich als Einkommen Kroatiens und Slawoniens für die autonomen Angelegenheiten Kroatiens und Slawoniens dem ungarischen Reichstag vorgelegt wurden.
Besondere Aufmerksamkeit widmet die Vf. den entgegengesetzten Interpretationen des Finanzwesens. Ungarischerseits behauptete man, daß Kroatien und Slawonien von Ungarn ausgehalten werde, wodurch die kroatische Autonomie immer wieder in Frage gestellt wurde. Kroatischerseits versicherte man, daß Kroatien und Slawonien durch die Art der Abrechnung seiner Einkommen und deren Teilung zwischen den autonomen und »gemeinsamen« Angelegenheiten (45% zu 55%) arg benachteiligt werde. Die politischen Faktoren, sowie die Öffentlichkeit setzten sich darum ergebnislos für die finanzielle Selbstständigkeit des Landes ein.
Verschiedene Fragen werden untersucht: der Charakter des autonomen Budgets; der Verlauf der Verhandlungen der Regnikolardeputationen und das Zustandekommen des ungarisch-kroatischen Ausgleichs von 1880, der an dramatischen Verwicklungen wenig hinter dem österreichisch-ungarischen Ausgleich von 1878 zurückstand; die politischen Aspekte der finanziellen Schwierigkeiten; die Behinderung der Verwirklichung der Modernisierungsreformen durch die fehlende finanzielle Grundlage; die Folgen der Erhöhung der Steuern für die rückständige Wirtschaft; die Belastung der Gemeinden durch die Steuergebahrung, die durch den Ausgleich von 1868 den »gemeinsamen« Angelegenheiten vorbehalten war.
Die Vf. stellt fest, daß sich die Schwäche der kroatischen Autonomie besonders im Finanzwesen widerspiegelte.

Keywords

Hrčak ID:

327030

URI

https://hrcak.srce.hr/327030

Publication date:

1.4.1989.

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