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GRÜNDUNGSVERSUCHE, PLÄNE UND VORSTELLUNGEN VON LANDWIRTSCHAFTSSCHULEN IN DALMATIEN IN DER ZWEITEN HÄLFTE DES 18. Jhs.

Danica Božić-Bužančić


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str. 129-139

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Sažetak

Im Zuge der Verbreitung der phy siókra tischen Bewegung in Europa und der Bestrebungen, der Landwirtschaft neuen Auftrieb zu geben, werden in Dalmatien drei »ökonomische Gesellschaften« oder »Landwirtschaftsakademien« gegründet, und zwar in Split, Kaštel Lukšić und Zadar.
Größere Landbesitzer führen Experimente auf ihren Besitzen durch, indem sie bislang unbekannte Pflanzen anbauen, und zwar mit neuen Landwirtschaftsgeraten und sicherlich dabei den Boden auch künstlich ernähren. Sie bringen Arbeiter aus fortschrittlichen Gegenden Italiens nach Dalmatien. Diese Tätigkeit könnte als eine Art inoffizieller Landwirtschaftsschulen angesehen werden.
Trotzdem sahen aber die Physiokraten in Dalmatien sehr gut ein, daß es unumgänglich wäre, richtige Landwirtschafts schulen zu gründen, wo die Landjugend in modernen Arbeitsmethoden und dem Anbau neuer Pflanzen unterrichtet würde.
Im Jahre 1798 publizierte in Mailand der bekannte dalmatinische Ökonomist und Agronom Ivan Luka Garagnin aus Trogir ein kleines Werk unter dem Titel »Über Landwirtschaftsschulen«. Darin entwickelt er den Plan einer hochrangigen Schule in diesem Fach, vielleicht sogar auf zu hohem Niveau. Aus dem Inhalt des Büchleins könnte man schließen, daß solch eine Schule den italienischen Verhältnissen angepaßt war. Aus der in seinem persönlichen Archiv erhaltenen Handschrift, die jetzt im »Historijski arhiv u Splitu« (Historisches Archiv in Split) aufbewahrt wird, ist jedoch zu entnehmen, daß der Verfasser an Dalmatien gedacht hat. Die Handschrift trägt den Titel »Agrarne škole u Dalmaciji« (Landwirtschaftsschulen in Dalmatien). Der gleiche Autor schrieb auch eine Novelle zu Ehren des Bischofs von Hvar Ivan Skakoc, in der er eine noch idealere Schule mit den denkbar besten Nebengebäuden, die nur in seiner Phantasie besteht, beschreibt.
Schließlich kommen wir zu einer bescheiden geplanten Schule dieser Art. Sie wollte Juraj Parčić, ein Adeliger und Geistlicher aus Šibenik, in der zweiten Hälfte des 18. Jhs. auf eigene Kosten eröffnen. Nach einem langwierigen Verfahren wurde sie von den Behörden in Venedig genehmigt, allerdings mit einigen Einschränkungen. Leider kann für den Augenblick nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob sie je ihre Tätigkeit ausgeübt hat.
Das ist alles, was wir bis zum Augenblick über diese Art von Schulen wissen, die Dalmatien in jener Zeit dringend benötigt hätte.

Ključne riječi

Hrčak ID:

327440

URI

https://hrcak.srce.hr/327440

Datum izdavanja:

1.3.1991.

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