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Ostalo

Die Kollegialitaet der Bischoefe nach der Lehre von Markus Antonius de Dominis

Franjo Pšeničnjak ; Bogoslovsko sjemenište u Sarajevu, Sarajevo, Bosna i Hercegovina


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str. 490-511

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Sažetak

Markus Antonius de Dominis (1560—1624) ist einer der wenigen kroatischen Theologen, dessen Lehre auch in der Gesamtkirche einen Widerhall fand. De Dominis wurde in den Streitfragen des 17. Jh.s und später als Anhänger des Episkopalsystems in der hierarchischen Kirchenstruktur bekannt. Die Dogmengeschichtler heben seinen Einfluss auf die gallikanischen und jan-senistischen antirömischen Tendenzen hervor. Er widersetzte sich der zen-tralistischen Primatsausübung des Papstes und kämpfte gegen die weltlichen Vorrechte der römischen Kirche. In seinem Hauptwerk machte er dann noch einen Schritt weiter: er verleugnete selbst den Primat des römischen Bischofs. Das Hauptwerk »De república ecclesiastica«, das er in England unter dem Schutz Jakob I. veröffentlichte, stellt einheitlich seine Theorie von der Kollegialität der Bischöfe dar: demnach bilden die Bischöfe ein Kollegium, in dem alle Mitglieder gleich sind, ohne eine Hauptautorität. Solche hierarchische Struktur nannte de Dominis eine »Kirchenaristokratie«. Sein System suchte er mit den Texten der Hl. Schrift, vor allem aber der Kirchenväter zu untermauern. Mit fast allen bekannten Theologen seiner Zeit Hess er sich auf die theologischen Streitfragen ein. Sein Werk ist eines der ersten (wenn nicht das erste) der theologischen Werke, welches ex pro-fesso die kollegiale Natur des Episkopats untersucht.
Die Lehre des de Dominis versteht sich als Reaktion auf die zentralistische Gewalt des Papstes sowie auf die damalige Theologie, die einseitig nur den Primat herausstellte und das andere wesentliche Element, nämlich den Epi-skopat, vernachlässigte, wodurch die ganze Theologie der Hierarchie aus dem Gleichgewicht kam. Eine kritische Untersuchung entdeckt freilich leicht das Tendenziöse in der Interpretation der Väter, wie sie de Dominis betrieb, aber man findet auch zahlreiche Texte, besonders bei Cyprianus, welche die Kollegialität der Bischöfe bezeugen.
Das Schicksal von de Dominis war leider tragisch. Nach seiner Rückkehr in die Katholische Kirche fiel er bald der Inquisition in die Hände und wurde als »haereticus relapsus« eingekerkert, wonach er auch starb. Das endgültige Urteil wurde erst nach seinem Tode gefällt: sein Leichnam, sein Porträt und Schriften wurden am 21. Dezember 1624 auf dem Campo dei Fiori zu Rom verbrannt, an demselben Platz, wo 24 Jahre vorher Giordano Bruno gleichfalls verbrannt wurde.

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58184

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