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Ökonomie und Soziologie: Kommt es zu einem neuen Dialog?

Velimir ŠONJE
Nevenka ČUČKOVIĆ


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page 1181-1196

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Abstract

In diesem Artikel werden einige der Thesen, die der
Soziologe Vjeran Katunari} in seiner Studie "Wert sein und
kosten: Soziokulturelle Voraussetzungen der Transition in
neueren Arbeiten kroatischer Wirtschaftswissenschaftler"
(Društvena istra`ivanja, Band 13, Heft 1-2, S. 147-168)
darlegt, hinterfragt und kritisch analysiert. Katunari}
unternimmt in seiner Arbeit die Definierung dreier
verschiedener theoretischer Ansätze und versucht, die
rezenten Schriften ausgewählter kroatischer
Wirtschaftswissenschaftler zu klassifizieren. Die Verfasser des
vorliegenden Artikels wollen zeigen, dass eine isolierte und
ausschließliche Betrachtung ideologischer Grundlagen kein
guter Ausgangspunkt für eine Klassifizierung von
Wirtschaftswissenschaftlern ist, da hierbei einige relevante
Unterschiede und mögliche Klassifikationskriterien
hinsichtlich Gegenstand, Theorie und analytischer Methode
außer Acht gelassen werden. Zwar ist es nicht abzustreiten,
dass die Wirtschaftswissenschaften gegen den Einfluss von
Ideologien nicht immun sind, dennoch elaborieren die
Verfasser, warum die Hervorhebung von Ideologien als den
einzigen Klassifikationskriterien ein völlig verzerrtes Bild der
Wirtschaftswissenschaften und ihrer Tragweite geben kann.
Die Autoren vertreten die Meinung, dass die Unterschiede
hinsichtlich Gegenstand, Methode und Theorie viel wichtiger
und nicht immer ideologisch determiniert sind und daher
bessere Kriterien darstellen, die in einer zukünftigen
Klassifizierung der kroatischen Wirtschaftswissenschaftler
auch genutzt werden sollten. Die Autoren nehmen Stellung
zu den methodologischen Schwierigkeiten bei der
Bestimmung von Klassifikationsgruppen, die in der Gruppe
ausgewählter "Relativisten" am ausgeprägtesten sind, und
sprechen insbesondere jene Fehler an, die bei der
Klassifizierung der ersten beiden Gruppen (neoliberale
Reduktionisten und Neoinstitutionalisten) begangen wurden.
Indem sie sich innerhalb des von Katunari} entworfenen
analytischen Rahmens bewegen, nutzen die Autoren dessen
Klassifizierung als Ausgangspunkt zur Hinterfragung
bestimmter gesellschaftlicher und geschichtlicher
Grundfragen. Dazu gehören etwa auch die Fragen, warum
der Sozialismus fehlgeschlagen ist und wie das Verhältnis
von Ideologie und Wirtschaftspolitik hinsichtlich Funktion und
Entwicklung der Institution des Marktes gestaltet ist. Die
Autoren unterstreichen schlussfolgernd die Notwendigkeit,
einen interdisziplinären Dialog herzustellen, um den
Mechanismus, bei dem wirtschaftliche Resultate sowie das
Verhalten der Hauptakteure auf dem Wirtschaftsmarkt durch
"nicht wirtschaftliche" Variablen beeinflusst werden,
theoretisch zu hinterfragen.

Keywords

Hrčak ID:

16256

URI

https://hrcak.srce.hr/16256

Publication date:

31.12.2004.

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