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Izvorni znanstveni članak

DAS LEBEN DER HIRTEN VOM VELEBIT GEBIERGE UND IHRE BEZIEHUNGEN ZUM TOD

ALEKSANDRA FABER

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APA 6th Edition
FABER, A. (1995). ŽIVOT VELEBITSKOG STOČARA I NJEGOV ODNOS PREMA SMRTI (Razmatranja uz mirila). Senjski zbornik, 22 (1), 157-169. Preuzeto s https://hrcak.srce.hr/72187
MLA 8th Edition
FABER, ALEKSANDRA. "ŽIVOT VELEBITSKOG STOČARA I NJEGOV ODNOS PREMA SMRTI (Razmatranja uz mirila)." Senjski zbornik, vol. 22, br. 1, 1995, str. 157-169. https://hrcak.srce.hr/72187. Citirano 20.06.2021.
Chicago 17th Edition
FABER, ALEKSANDRA. "ŽIVOT VELEBITSKOG STOČARA I NJEGOV ODNOS PREMA SMRTI (Razmatranja uz mirila)." Senjski zbornik 22, br. 1 (1995): 157-169. https://hrcak.srce.hr/72187
Harvard
FABER, A. (1995). 'ŽIVOT VELEBITSKOG STOČARA I NJEGOV ODNOS PREMA SMRTI (Razmatranja uz mirila)', Senjski zbornik, 22(1), str. 157-169. Preuzeto s: https://hrcak.srce.hr/72187 (Datum pristupa: 20.06.2021.)
Vancouver
FABER A. ŽIVOT VELEBITSKOG STOČARA I NJEGOV ODNOS PREMA SMRTI (Razmatranja uz mirila). Senjski zbornik [Internet]. 1995 [pristupljeno 20.06.2021.];22(1):157-169. Dostupno na: https://hrcak.srce.hr/72187
IEEE
A. FABER, "ŽIVOT VELEBITSKOG STOČARA I NJEGOV ODNOS PREMA SMRTI (Razmatranja uz mirila)", Senjski zbornik, vol.22, br. 1, str. 157-169, 1995. [Online]. Dostupno na: https://hrcak.srce.hr/72187. [Citirano: 20.06.2021.]

Sažetak
Das geschlossene Gebiet des Velebit Gebirges, das sich längst der norc östlichen Kiiste der Adria erstreckt, vvurde in der Vorgeschichte von den illyrischen Stämmen der Liburner bevvohnt. Sie trieben Seehandel, eigentlich Piraterie, die den griechischen und römischen Mandelsschiffen als eine ständige Gefahr im Wege stand. Ein Teil der Bewohner lebte aber von der Schafzucht, die sich nebst der Waldarbeit bis auf den letzten Weltkrieg, als einzige Überlebungsmöglichkeit, erhalten hat. Hirtenfamilien, die iiber den Winter an der Kiiste lebten, zogen im Friihjahr mit den Herden ins Velebit Gebierge, vvo es iiber heissen Sommer reichkiche Weide gab. Die Abhängigkeit von der Natur und den Wetterumständen beeinflusste auch die Bildung der Sitten und Gebräuche, und gab auch dem iiberwiegend katholischen Glaubensbekenntnis der Bevölkerung einen eigenen Rahmen. Auf Grunde der bisher durchgeführten Forschungen iiber ein merkwtirdiges Denkmal im Velebit, die sogenannten Mirila, die von M. Gavazzi, I. Krajač, A. Glavičić und M. Trošelj unternommen vvurden, hat der Autor versucht, das genannte Denkmal, das als eine Ruhestätte der Verstorbenen diente, die vom Hochland des Velebit Gebierges zur Pfarrkirche an der Kiiste getragen wurden, mit den kulturellen Einfliissen der wandemden Hirtenstamme der Walachen (Vlasi) in Zusammenhang zu bringen. Im Gebierge von Nordgriechenland, wo sich einige Stämme der Walachen niedergelassen haben, verfolgen wie einige, fiir unsere Forschungen sehr interessante Gebräuche, die bei der Beerdigung der Verstorbenen stattfinden. Es handelt sich um eine seltsame Sitte der Exhumation der Überreste der Leiche, die nach drei, flinf oder sieben Jahren stattfindet. Sei dieser Zeremonie, wo im allgemeinen nur Frauen mitmachen, die mit Jammerlieder (miraloja) die Tat begleiten, werden die ausgegrabenen Knochen des Verstorbenen im Wein gewaschen, in ein sauberes Tuch eingewickelt und in der Totenkammer am Friedhof aufbewart. Mit dieser Tat ist der Verstorbene in Ruhe. Nun wird die ganze Familie und Bekannten zu einem Mahl am Friedhof eingeladen, wo auch der Verstorbene sein Teil bekommt. Das Jammerlied {miraloja, kroatisch naricanje) begleitet auch die Sitte der Begräbnisse im Hirtenland von Velebit. Da wird, wie schon erwahnt, der Tote an die Kiiste zur Pfarrkirche gebracht, doch wird ein Teil der Bestattung unterwegs erledigt. An der Stelle der Mirila die Gruppen aus Steinplatten gebauten Gräbern ähnlich sind, wird der Tote niedergelegt, moglicherweise dieht neben der Stätte, wo einer seiner Ahncn lag. Da baut man um den Kopf und bei den FUssen cine Steinplatte, später wurde die Fläche, wo der Verstorbene lag, mit Steinplatten belegt. An dieser bezeihneten Stelle rastet spater seine Seele, die da oben, im Gebierge bleibt und "weidet zusammen mit den Seel en der Sehafe". An den selben Rastplatz wird dem Leichenzug ein Mahl angeboten und nun wird, unter .lammergcsang, die Leiehe zum Friedhof gebracht. Da wird der Verstorbene beerdigt, aber nur auf solangc, bis jemand von der Familie das einzige Familicngrab vvieder braucht. Vor der neuen Beerdigung werden die Knochen des vorigen ausgegraben, und in der Totenkammer oder in der gemeinsamen Graft aufbewahrt. Die Stelle, wo man beim Abstieg vom Berge mit dem Toten gerastet hat, ist eine geweihte Stätte, der Ruheplatz der Seelen, wo man bei verschiedenen Feiern Geben bringt, ziindet Kerzen und betet. Auch beim Vorubergehen kreuzt man sich und begriisst die Seelen. Der Grab am Friedhof wird nur als eine einstweilige Benutzung betrachtet. Die Denkmäler der Mirila (Totenraststcine, Pierres des morts, Eychgirmi), oder wie sie schon in verschiedenen Berggegenden Furopas benannt werden, sowie die Sitte der Bestattung der Mitglieder der Hirtenfamilien im Velebit Gebierge, weisl hin auf kulturelle Einfliisse der Walachen Stämme, die uns Fragmente eines sehr alten, noch von der homerischen Zeit bekannten Totenkultes, iiberliefern. Vieileicht sind einige dieser Uberlieferungen in der Dekoration zu enträtseln, die sich in verschiedcner Form als Motiv des Kreuzes, Rosetten mit Eintcilungen oder sogar anthropomorphen Formen auf dem Denkmal von Mirilo darstellen.

Ključne riječi
DAS LEBEN DER HIRTEN VOM VELEBIT GEBIERGE

Hrčak ID: 72187

URI
https://hrcak.srce.hr/72187

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