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Hölderlins Geschichtsauffassung (I)

Igor Mikecin

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APA 6th Edition
Mikecin, I. (2006). Hölderlinovo shvaćanje povijesti (I.). Filozofska istraživanja, 26 (4), 924-940. Preuzeto s https://hrcak.srce.hr/12027
MLA 8th Edition
Mikecin, Igor. "Hölderlinovo shvaćanje povijesti (I.)." Filozofska istraživanja, vol. 26, br. 4, 2006, str. 924-940. https://hrcak.srce.hr/12027. Citirano 30.03.2020.
Chicago 17th Edition
Mikecin, Igor. "Hölderlinovo shvaćanje povijesti (I.)." Filozofska istraživanja 26, br. 4 (2006): 924-940. https://hrcak.srce.hr/12027
Harvard
Mikecin, I. (2006). 'Hölderlinovo shvaćanje povijesti (I.)', Filozofska istraživanja, 26(4), str. 924-940. Preuzeto s: https://hrcak.srce.hr/12027 (Datum pristupa: 30.03.2020.)
Vancouver
Mikecin I. Hölderlinovo shvaćanje povijesti (I.). Filozofska istraživanja [Internet]. 2006 [pristupljeno 30.03.2020.];26(4):924-940. Dostupno na: https://hrcak.srce.hr/12027
IEEE
I. Mikecin, "Hölderlinovo shvaćanje povijesti (I.)", Filozofska istraživanja, vol.26, br. 4, str. 924-940, 2006. [Online]. Dostupno na: https://hrcak.srce.hr/12027. [Citirano: 30.03.2020.]

Sažetak
Die Geschichte ist bei Hölderlin vor allem als die Geschichte des Ursprungs gedacht. Der Ursprung des Seins bei Hölderlin ist das an sich ewige, sich in sich selbst unterscheidende Eine, das sich notwendig in der Zeit im Verlauf seiner Zustände oder Perioden entwickelt. Die Geschichte ist diejenige Periode des Ursprungs, die nach der vorgeschichtlichen Periode folgt und einer künftigen Periode vorausgeht, die mit der Vollendung der Geschichte zu kommen
hat. Die Geschichte ist aber zugleich die Geschichte der Welt, insofern sie die Geschichte der Anwesenheit und Abwesenheit des Ursprungs in der Welt ist. In seiner vorgeschichtlichen Periode erscheint der Ursprung als die natürliche Einheit oder die Einheit der Natur, welche die unentwickelte Kunst in sich umfasst. Diese ursprüngliche Einheit geht dann in der geschichtlichen Trennung der Kunst und der Natur verloren, damit am Ende der Geschichte die Einheit wiederhergestellt wird, welche aber nicht mit der anfänglichen Einheit des Gegensätzlichen gleichzusetzen ist, sondern die Einheit ihrer Einheit und Trennung ist. In dieser vollkommenen Vereinigung werden die Ewigkeit und die Zeit versöhnt, d.h. das an sich ewige Eine wird als die ursprüngliche Welt verwirklicht.
Die geschichtliche Entzweiung der ursprünglichen Einheit in Natur und Kunst wird von Hölderlin auch unter dem Gesichtspunkt der Entgegensetzung von zwei „Grundtendenzen des Lebens” und ihnen zugehörenden Stimmungen – Leidenschaft und Nüchternheit, betrachtet. Hölderlin erklärt wie diese Grundstimmungen sich geschichtlich manifestieren und im Zusammenhang damit vergleicht miteinander die griechische und hesperische Kunst. Die Geschichte bildet die Folge der Perioden, die durch den Wechsel der Harmonie und der Entgegensetzung der Grundstimmungen bestimmt ist.
Im Laufe der Geschichte ist die ursprüngliche Vereinigung der Natur und Kunst nur als Tragödie möglich. Im Tragischen wirkt der Ursprung nicht nur mittelbar, in der Entwicklung seiner entgegengesetzten Teile, sondern offenbart sich unmittelbar. Aber die tragische Vereinigung ist unvollkommen und temporär. Die Geschichte ist so durch eine Reihe von tragischen Vereinigungen bestimmt, aus denen eine neue Gestalt der Trennung notwendig hervorgeht. So wie die Tragödie in der Mitte zwischen der alten und neuen Weltperiode steht, ebenso ist auch die Geschichte im Ganzen die tragische Mitte zwischen zwei Perioden des vereinigten Ursprungs.

Ključne riječi
Friedrich Hölderlin; Geschichte; Vereinigung; Trennung; Stimmung; Tragödie; Griechenland; Hesperien

Hrčak ID: 12027

URI
https://hrcak.srce.hr/12027

[hrvatski]

Posjeta: 1.073 *