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Izvorni znanstveni članak

Kroatisch-glagolitischen Ritual

Josip Tandarić

Puni tekst: hrvatski, pdf (5 MB) str. 17-87 preuzimanja: 286* citiraj
APA 6th Edition
Tandarić, J. (1980). Hrvatskoglagoljski ritual. Slovo, (30), 17-87. Preuzeto s https://hrcak.srce.hr/14342
MLA 8th Edition
Tandarić, Josip. "Hrvatskoglagoljski ritual." Slovo, vol. , br. 30, 1980, str. 17-87. https://hrcak.srce.hr/14342. Citirano 11.12.2019.
Chicago 17th Edition
Tandarić, Josip. "Hrvatskoglagoljski ritual." Slovo , br. 30 (1980): 17-87. https://hrcak.srce.hr/14342
Harvard
Tandarić, J. (1980). 'Hrvatskoglagoljski ritual', Slovo, (30), str. 17-87. Preuzeto s: https://hrcak.srce.hr/14342 (Datum pristupa: 11.12.2019.)
Vancouver
Tandarić J. Hrvatskoglagoljski ritual. Slovo [Internet]. 1980 [pristupljeno 11.12.2019.];(30):17-87. Dostupno na: https://hrcak.srce.hr/14342
IEEE
J. Tandarić, "Hrvatskoglagoljski ritual", Slovo, vol., br. 30, str. 17-87, 1980. [Online]. Dostupno na: https://hrcak.srce.hr/14342. [Citirano: 11.12.2019.]

Sažetak
Kroatisch-glagolitischen Ritual
Unter dem Begriff des kroatisch-glagolitischen Rituals sind in dieser Arbeit alle ritualen Texte, die in liturgischen und nichtliturgischen kroatisch-glagolitischen Büchern: handschriftlichen und Gedruckten Missalen und Breviers, Kodices und Fragmente zersteut sind, erfasst. Nur in vier Fällen sind besondere liturgische Handbücher, zwei handschriftliche Exemplare und zwei gedruckte Ausgaben erhalten geblieben. In dieser Arbeit ist die Bibliographie aller bekannten ritualen Texten gesammelt; einige von diesen sind hier zum ersten Mal genannt.
Das vollständige rituelle Material, das in den glagolitischen Kodices erhalten worden ist, kann man je nach Bestimmung in drei Gruppen teilen: Sakramenten, Sakrametalien (verschiedene Benediktionen) und Ordensbräuche (die der Benediktiner und Franziskaner). Der Herkunft nach, stammt ein Teil der ritualen Texte aus dem ersten Zeitabschnitt slavischer Schreibfertigkeit. Sie wurden aus den altslavischen Martikeln (dem Euchologium Sinaiticum nahestehend) abgeschrieben, andere Texte der östlichen Herkunft hätten auch bei uns aus dem griechieschen übersetzt werden können. Für einige Texte hat man die lateinische Unterlage gefunden (Sakrament-Riten und einige Sakramentalien), aber für die typischteren glagolitischen Riten wurde die lateinische Unterlage nicht gefunden. Dennoch kann man mittelbar für den grössten Teil der Texte feststellen, dass sie älter als aus dem 11. oder 12. Jh. sind. Diese Angabe ist besonders für die Sprachforschung die ritualen Texte wichtig: diese Texte wurden in Kroatien übersetzt und man sieht an ihnen wieweit die glagolitischen Übersetzer die altkirchenslavische Sprache beherrscht haben und wieweit sie die Norm dieser Sprache in der neuen Übersetzung zu bewahren wussten. Obwohl man nicht in allen Fällen die Wege, über die ritualen Texte zu uns gelangt sind, ergründen kann, ist es für einige von ihnen wahrscheinlich und für einige sicher, dass wir sie nicht nur vom Westen sonder auch vom Norden empfangen haben.
Ritualen Texte, die in den kroatisch-glagolitischen Missalen aufbewahrt worden sind, bekräftigen mit neuen Beweisen das was schon früher über die Filiazionsbeziehungen zwischen den Missalen bekannt war. Die Redaktion der Ritualen Texte zeigt uns, dass zwei Mittelpunkte, aus denen sich die glagolitische Kodices verbreitet haben, bestanden haben. Da in den rituallen Texte evangelische Perikopen, die nicht im Missal-Evangelistar bewahrt worden sind (Abschnitte, die in den ritualen Texten bewahrt worden sind, sind der altslavischen Übersetzung des Evangeliums verwandt), vorhanden sind, kann man diese Texte als den Beitrag für die Rekonstruktion der kroatisch-glagolitischen Evangeliumübersetzung betrachten und gleichzeitig als Angabe, die vermuten lässt, dass kroatisch-glagolitische Tetraevangelien, aus denen die Abschnitte in die ritualen Texte abgeschrieben wurden, vorhanden sein mussten.
Diese Arbeit hatte nicht zum Zeil alle bisherigen Forschungen über die glagolitischen Riten zu synthetisieren. Aus diesem Grund sind in ihr nicht die Tatsachen, die schon in anderen Arbeiten erwähnt wurden, wiederholt. Diese Arbeit versuchte eine Übersicht dieser Stoffproblematik zu geben und man wollte einen sicheren Ausgangpunkt für die Forschung dieses Stoffes, das sowohl durch den Umfang als auch durch die Fragenmenge reicher ist, als dieses am Anfang zu erwarten war, zu schaffen.
Die meisten kroatisch-glagolitischen Liturgietexten sind in zwei oder mehreren Redaktionen, die untereinander sehr verschieden sind, bewahrt. Diese drängt die Notwendigkeit der weitern monographischen Forschung der einzelnen Riten, Ritengruppen oder Texte, die in den bestimmten Kodices aufbewahrt sind, auf. Eine besondere Bedeutung haben diese Texte für die Forschung des kroatischen Typs der kirchenslavischen Sprache. Diese Texte wurden zum grössten Teil in Kroatien übersetzt und dennoch zeigt die Sprache im grossen und ganzem die gleichen Merkamle wie die Sprache der Texte, die von den altslavischen Unterlagen abgeschrieben wurden. Die Sprache der ritualen Texte ist der Gegenstand einer Arbeit, die auf diese Forschung angeknüpft werden sollte.

Hrčak ID: 14342

URI
https://hrcak.srce.hr/14342

[hrvatski]

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