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DAS PAULINERKLOSTER ST. PETRUS IM WALDE

Đurđica Cvitanović

Puni tekst: hrvatski, pdf (3 MB) str. 107-131 preuzimanja: 358* citiraj
APA 6th Edition
Cvitanović, Đ. (1973). Sv. Petar u Šumi. Peristil, 16-17 (1), 107-131. Preuzeto s https://hrcak.srce.hr/158289
MLA 8th Edition
Cvitanović, Đurđica. "Sv. Petar u Šumi." Peristil, vol. 16-17, br. 1, 1973, str. 107-131. https://hrcak.srce.hr/158289. Citirano 29.10.2020.
Chicago 17th Edition
Cvitanović, Đurđica. "Sv. Petar u Šumi." Peristil 16-17, br. 1 (1973): 107-131. https://hrcak.srce.hr/158289
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Cvitanović, Đ. (1973). 'Sv. Petar u Šumi', Peristil, 16-17(1), str. 107-131. Preuzeto s: https://hrcak.srce.hr/158289 (Datum pristupa: 29.10.2020.)
Vancouver
Cvitanović Đ. Sv. Petar u Šumi. Peristil [Internet]. 1973 [pristupljeno 29.10.2020.];16-17(1):107-131. Dostupno na: https://hrcak.srce.hr/158289
IEEE
Đ. Cvitanović, "Sv. Petar u Šumi", Peristil, vol.16-17, br. 1, str. 107-131, 1973. [Online]. Dostupno na: https://hrcak.srce.hr/158289. [Citirano: 29.10.2020.]

Sažetak
Das Kloster St. Petrus im Walde (Sv. Petar u Šumi) ist das einzige erhaltene Paulinerkloster in Istrien und gleichzeitig der einzige in seiner Gesamtheit erhaltene Pauliner Klosterkomplex in Kroatien. Im 17 und 18 Jh. war das Kloster das Zentrum der Pauliner Orđensprovinz Istrien und Vinodol. Das alteste Paulinerkloster in lstrien befand sich am Ufer des Čepić-Sees undwar der HI. Maria geweiht. Ein kleines Kloster der HI. Mario befand sich in Klavar bei Plomin, wahrend das Priorat der Hl. Elisabeth unterhalb von Motovun stand. Eine Filiale des Klosters St. Petrus im Walde, dem Hl. Sixtus geweiht, befand sich auf dem Gebiet der Republik Venedig im Dorfe Harat, unweit davon befand sich das Kloster der Hl. Maria in Kruna.
Den kroatischen Paulinern wurde die ehemalige Beneđiktinerabtei St. Petrus im Walde durch Kaiser Friedrich III. mit der Zustimmung Pabst Pius II. im Jahre 1459 ubergeben. Das mittelalterliche Kloster und seine Kirche sind uns nach einer grophischen Illustration der Handschrift des Prospero Petronio bekannt (1968 publiziert). Camillo de Franceschi nimmt an, dass das ehemalige Benediktinerkloster im Jahre 1474 umgebaut wurde. Aus dieser Zeit stammt der bemerkenswerte Kreuzgang aus đer Renaissance, ()ber welchem zur Zeit eines erneuten Umbaus durch die Pauliner am Enđe des 16 Jhs. die Saulen des romanischen Klosterhofs angebracht wurđen. Das Kloster entwickelte
sich zur Zeit der Renaissance in einen bemerkenswerten architektonischen Komplex in welchem die mittelalterliche Kirche erhalten blieb. Er wurde wahrend der oesterreichisch-venezianischen Kriege zerstort und scheint in diesem unvollkommenen Zustand auf einer Graphik Valvasors dargestellt zu sein. Die Erneuerung des Klostere unđ seiner Besitzungen dauerte das ganze 17 Jh. durch. Im letzten Jahrzehnt, zur Zeit đes Ordensgenerals Ivan Kristolovec in Lepoglava, wurde unter Aufsicht dieses Ordenszentrums in Nordkroatien das Kloster barockisiert und die Kirche neu aufgebaut. Bis 1721 war đer im Stil des 17 Jhs. erbaute Komplex vollendet und so ist er auf zwei Graphiken dieser Zeit dargestellt, Eine davon stammt von dem bekannten oesterreichischen Historiker und Kuunstler Matthias Fuhrmann, die andere von einem unbekannten Kunstler und befindet sich unterhalb eines Bildes der Muttergottes von Čenstohova aus dem Jahre 1721.
Mit dem Bau des sudlichen Klosterflugels wurde im Jahre 1732 fortgefahren und damats wurđe đie klassische Komposition des Komplexes zerstort und der offene Platz vor dem Kloster angelegt. Diese bauliche Intervention wurde im Chronogromm uber dem reprasentativen Eingangsportal in das Kloster festgehalten. Die Kirchenfassađe ist mit ihrer Gliederung und ihrem Statuenschmuck nach dem Vorbild der Fassaden der Paulinerkirchen in Remete und Lepoglava gestaltet, und wurde wahrscheinlich noch vor der Einweihung der Kirche im Jahr 1755 fertiggestellt. Seine letzte Vollendung erhielt der Komp!ex 1780, als der letzte Prior des Klosters, Anastasius Schlieber, noch vor der Aufhebung des Paulinerordens dem Kloster den nordwestlichen Trakt anbaute.
Die neuesten Forschungen des Institutes fiir Kunstgeschichte in Zagreb haben ergeben, dass die ganze Disposition des Kreuzgangs romanisch ist, nicht nur die romanischen Saulenarkaden, welche jetzt im ersten Stock eingebaut sind. Ebenso ist der alteste, ostliche Trakt erhalten. Der sudliche, monumentale Flugel des Klosters wurde vor 1719 noch im Geiste des 17 Jhs.fertiggestellt und seine reprasentative Fassade war mit gemalten Architekturgliedern artikuliert. Der westliche Trakt wurde zur selben Zeit wie die Kirche erbaut, welche ihren typologischen und stilistischen Merkmolen nach sich an di e Wandpfeilerkirchen des nordlichen Baumeisterkreises anschliesst. Das einschiffige Langhaus wird durch Seitenkapellen verbreitert, uber welchen sich Emporen hinziehen. Der Chorraum ist durch ein Pilastersystem gegliedert und wird von sinem dreiseitigen Chorabschluss obgeschlossen. Das Schiff ist mi t einem Kreuztonnengewolbe mit Gurten bedeckt. Beleuchtet wird es in der unteren Zone durch die Lunetten der Kapellen und in der oberen Zone uber dem Gesims durch rechteckige, segmentbogige Fenster, indirekt uber die Emporen.
Die lnneneinrichtung der Kirche wurde in der zweiten Halfte des 18 Jhs. vollendet. Der Hauptaltar stand schon zur Zeit der Einweihung, der Altar der Rosenkranzmaria entstand 1759, der Kreuzaltar 1763, der Altar der Unschuldigen Kindlein 1766 und der Altar des Eremiten Paulus 1772. Im Kloster lebte der Pauliner Maler Leopold Keheissen, welcher der Tradition nach einige Altarbilder malte. Dr. Doris Baričević konnte feststellen, dass an der Ausfghrung der Altare đer Pauliner Bildhauer Paulus Riedl und der Maler Lucas Hauser beteiligt waren. Die Altarbilder stammen von diesen beiden Pauliner Malern, Keheissen und Hauser. Eine besondere Seltenheit sind die Ledertapeten mit welchen zwei der Seitenkapellen bespannt sind. Sie sind venezianischen Ursprungs und stammen aus dem Ende des 17 Jhs. Die Geschichte dieses architektonischen Komplexes wird in dieser Studie anhand von bisher unveroffentlichten und unbekannten archivalischen Quellen aus dem Archiv der SR Kroatien in Zagreb und des Archivs der SR Slowenien dargestellt, sowie auch der Steiermarkischen Landesarchivs in Graz, des Hofkammerachivs in Wien und der Universitatsbibliothek in Budakest.

Hrčak ID: 158289

URI
https://hrcak.srce.hr/158289

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