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Zusammenfassung NEUE STUDIEN VON PROFESSOR LUJO MARGETIĆ (Anlässlich der Erscheinung des Buches »Rijeka, Vinodol, Istrien«) Im Verlag »Izdavački centar Rijeka«, Rijeka 1990, 204 S.

Ivan Kampuš


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page 365-376

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Abstract

Die Studien in dem Buch »Rijeka, Vinodol, Istra« sind in vier Blocks gruppiert, und der vierte enthält die Grundlagen des gesellschaftlichen Lebens und rechtlichen Geschehens auf dem genannten Territorium. In der ersten Studie unter dem Titel »Tarsatica« ist die Rede von der Geschichte von Rijeka im Altertum und frühen Mittelalter bis zur ersten Erwähnung der Stadt unter dem neuen Namen Reka, Flumen, Ende des 13. Jhs. Aus der frühmittelalterlichen Geschichte von Tarsatica weist Margetić besonders auf die Urkunde von Otto III. aus dem Jahre 996 hin, in der dem Patriarchat von Aquilea das Recht auf das Bistum von Tarsatica bestätigt wird. Der Verfasser beweist auf überzeugende Weise, daß diese Urkunde ein Beweis der Eroberungspläne der deutschen Kaiser gegenüber Kroatien ist sowie ein Beweis, daß Tarsatica nicht verfallen war, weil Otto III. gewiß nicht die Gründung eines Bistums in einem unbedeutenden Kastell gestatten würde.
In seiner zweiten Studie über Rijeka hat Margetić beweisen, daß Hauptmanns These, daß in dem Krieg, den Heinrich IV. 1068 gegen Ungarn führte, durch eine Korrektur der Grenzen, die von Labin auf den Fluß Rječina verschoben wurden, Kroatien Territorium weggenommen worden wäre, nicht stichhaltig ist.
In der dritten Studie über Rijeka bestreitet Margetić die Meinung des Historikers D. Klein, der die These vertritt, daß in dem Namen eines Dominicus de Richa, der in einem Entscheid der Richter von Pula in den Jahren 1230—1233 erwähnt wird, die erste Erwähnung von Rijeka, und zwar in ikawischer dialekter Form »Rika« zu sehen sei. Nach Margetics Meinung sind die den ikavischen Dialekt sprechenden Völker erst viel später in die Gegend um Rijeka gekommen, während sich die Bezeichnung »der Richa« auf den Namen des Vaters beziehe und somit bedeutet »Dominicus, Sohn des Rika (Richard)«.
In der Studie »Die Gemeinde von Vinodol und ihre Bewohner« (Vinodolska općina i njeno stanovništvo) in dem Block über Vinodol hat Margetić neben anderem auch eine Analyse der Bezeichnungen: kroatisch »pučanin« (= Einwohner) und »kmet« (= Bauer) unternommen und hat beweisen, daß als »pučanin« alle nichtprivilegierten Einwohner einer Gemeinde angesehen werden müssen, die fast alle Land besaßen, während ein »kmet« jener »pučanin« war, der das Land bearbeitete, auf das er ein sehr dingliches Recht hatte. Dem Verfasser zufolge sind diese zwei Begriff identisch.
Die Geschichte von Krk im Altertum und die bekannten Statuten von Krk aus dem Jahr 1388 sind das Objekt der zweiten Studie in dem Block, der sich auf die Gegenden östlich von Rijeka bezieht.
In dem dritten Block, der sich auf Istrien bezieht, werden unter dem Titel »Pravni položaj Istre u doba rimske vlasti« (Die Rechtslage von Istrien in der Zeit der römischen Herrschaft) die gesellschaftlichen und rechtlichen Verhältnisse in Istrien unter der römischen Dominanz erörtert.
In der zweiten Arbeit im Block über Istrien betont der Verfasser, daß Justinians sog. »Befreiung« von Dalmatien, Istrien und Italien sehr schwere und schädliche Folgen für das Volk hatte, weil es von der byzantinischen Verwaltung mit unerträglichen Steuern belastet wurde. — In dem zweiten Fragment untermauert Margetić gegenüber den slowenischen Wissenschaftlern, die beweisen wollen, daß nach Istrien zuerst vom Norden die Vorfahren der heutigen Slowenen gekommenseien, mit Hilfe archäologischer, linguistischer und geschichtlicher Daten seine Behauptung, daß Ende des 6. Jhs. von Slawen, die Vorfahren der heutigen Kroaten sind, Istrien erobert wurde, und zwar auf dem Wege über das Gebirgsmassiv der Učka.
In der letzten Studie aus dem Block »Istrien« unter dem Titel »Pet puljskih isprava iz X. i XI. stoljeća« (Fünf Urkunden aus Pula aus dem 10. und 11. Jh.) weist Margetić darauf hin, daß diese Urkunden von Kandier in »Codice diplomatico istriano« publiziert wurde, aber auf eine nicht zufriedenstellende Art, so daß er sie noch einmal publizierte zusammen mit den Faximiles, mit Übersetzung und der Analyse einiger Probleme.
In dem vierten Teil des Buches ist eine Studie über das Recht des kroatischen Staats zur Zeit der nationalen Herrscher veröffentlicht, die eine Fortsetzung der bisher publizierten Arbeiten des Verfassers über das kroatische Pflichtrecht ist, so daß die jugoslawische Akademie der Wissenschaft und Künste 1987 den Band »Obavezno pravo u Istri« (Pflichtrecht in Istrien), 1989 »Obavezno pravo na Kvarnem« (Pflichtrecht in dem Kvamergebiet) veröffentlicht hat. Die zweite Studie ist der Entwicklung des älteren venezianischen Rechts gewidmet, das großen Einfluß auf kroatischem Gebiet hatte, worüber der Verfasser auch früher schon mehrere Arbeiten in »Starine JAZU« (Altertumsstudien der Jugoslawischen Akademie der Wissenschaft und Künste), dem »Zbornik Pravnog fakulteta u Zagrebu« (Sammelband der Juristischen Fakultät in Zagreb) und »Anali Pravnog fakulteta u Beogradu« (Annalen der Juristischen Fakultät in Beograd) veröffentlicht hat.

Keywords

Hrčak ID:

326651

URI

https://hrcak.srce.hr/326651

Publication date:

1.3.1991.

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