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Original scientific paper

WIRTSCHAFTSVERBINDUNGEN ZWISCHEN ÖSTERREICH UND NORDKROATIEN VON 1918 BIS 1925

Mira Kolar-Dimitrijević


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page 57-88

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Abstract

Nordkroatien war in dem neugeschaffenen Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen was die Industrie und Finanzen anbelangt in einer besseren Lage als in Bezug auf die Landwirtschaft. Es war zwar im Jahre 1918 immer noch ein Agrarland, war aber bestrebt, seine Vorkriegsverbindungen mit Österreich, das landwirtschaftliche Produkte benötigte, zu nutzen und zugleich aufgrund der Nachkriegsverträge seine Industrie zu stärken und damit auch die Finanzbasis, wobei ihm die Kreiswirtschaftsorgane der Gewalt halfen, die immer mehr zentralisiert wurden. Das ist Kroatien zu einem Gutteil auch im Laufe der ersten zwei Jahre des Bestehens des neuen jugoslawischen Staats gelungen, so daß es den monetären Umtausch und die Manipulationen mit der Krone gut überstanden hat, da die radikalen Kräfte in der Zentralregierung noch zu schwach waren, neben der politischen auch die Leitung der Finanzen und der Industrie zu übernehmen. Selbstverständlich hat auch Österreich seinerseits alles unternommen, um die Verbindungen mit der kroatischen Wirtschaft zu stärken, was an dem Kapitalzufluß in die Aktiengesellschaften abzulesen ist, der im Steigen begriffen ist, auch dann wenn sich diese in einer defensiven Lage befinden.
Von Jahr zu Jahr verschlechtert sich nämlich die Lage Kroatiens. Durch ihre monetäre, Kredit-, Zoll-, Tarif-, Vertrags- und Steuerpolitik der Regierung der Radikalen, haben sie, nachdem sie ihre Positionen gefestigt hatten, gerade die Bankverbindungen zwischen Kroatien und Österreich gestört, woher das Kapital, das Know-how und in der Industrie benötigten Produkte kamen. Mit dem Verlust der wirtschaftlichen Autonomie in dem Staatsapparat wurde Kroatien sehr geschwächt, und ihre Wirtschaftsfachleute, die meistens in Österreich ausgebildet waren, können an dem bestehenden Zustand nichts ändern, weil die Verteidigungsmechanismen mit Ausnahme der Zagreber Handelskammer und der Gewerbekammer nicht mehr existent waren. Die kroatischen Wirtschaftsleute, die immer zur Zusammenarbeit bereit waren, mußten auf allen Linien den Rückzug antreten, außer auf dem Gebiet der Geldwirtschaft, wo sie bis zum Herbst 1931 das Primat hielten, um dann auch auf diesem Gebiet von den privilegierten Geldinstitutionen des Staats verdrängt zu werden. Durch die vorliegende Arbeit ist das Thema nicht völlig ausgeschöpft. Sie weist nur darauf hin, wie die natürlichen Verbindungen zwischen Österreich und den kroatischen Banken im Laufe der ersten fünf Jahre nach dem Ersten Weltkrieg nach und nach abgerissen sind.

Keywords

Hrčak ID:

326767

URI

https://hrcak.srce.hr/326767

Publication date:

1.5.1993.

Article data in other languages: croatian

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