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Izvorni znanstveni članak

KRIŽEVCI IM MITTELALTER

Neven Budak


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str. 169-178

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In der bisherigen Forschung konnte eine Kontinuität des mittelalterlichen Križevci von der Antike her nicht festgestellt werden. Križevci (Križ) wird urkundlich 1193 (comes curalis de Cris), 1209 (Crisiensis locus), 1223 (castrum), 1232 (die Pfarrkirche) genannt. Die Lozierung der Befestigungsanlagen der Gespanschaft ist uns nicht bekannt, und die Pfarrkirche befand sich außerhalb der Stadt, auf einem Hügel, geschützt durch die den Hügel umgebenden Sümpfe. Trotz der allgemeinen Schwächung der Macht des Komitats war die Rolle des Gespans von Križevci im Laufe des ganzen Mittelalters groß, so daß dieser Posten sehr oft mit demjenigen des Vizebanus von Slawonien gekoppelt war.
Im Jahre 1252 erhielt die durch die Ansiedlung der Hospiten neben der gespanschaftlichen Unterstadt entstandene Oberstadt von Križevci Privilegien von Banus, und zwar nach dem Vorbild der Goldenen Bulle, die von Bela IV dem Zagreber Gradec erteilt war. Križevci war übrigens durch das ganze Mittelalter hindurch, bis ins 16. Jh. hinein der Hauptsitz des Banus. Aber auch trotz aller Privilegien blieb die Oberstadt (Gornji grad) mit überwiegendem ländlichen Charakter immer weniger entwickelt als die Unterstadt (Donji grad).
Die ersten etwas ausführlicheren Informationen über die Unterstadt stammen aus dem Jahr 1382. Die Stadt war zu der Zeit bereits ein entwickeltes Zentrum, den wahren Aufschwung wird sie jedoch erst mit der Erteilung der Privilegien seitens des Königs Siegismund im Jahre 1405 einleiten, die sich ihrerseits an diejenigen von Buda anlehnten. Die Unterstadt wurde damals auch von Stadtmauern umgeben, und sich die Pfarrkirche für beide Stadtteile auf dem Territorium der Unterstadt befand, überwog die königliche Stadt endgültig über die dem Banus unterstellte.
Der Prozeß der Verarmung und der Entvölkerung setzte in den dreißiger Jahren des 16. Jhs. ein, als die Türken die Oberstadt niederbrannten, vielleicht auch die Unterstadt. Im Jahre 1552 war die Grenze zum Türkischen Reich auf nur etwa 20 km herangerückt. Pestepidemien und Brände verwüsteten die Stadt mehrmals bis zum Ende des 16. Jhs., und die Handelswege aus Ungarn und Ostslawonien waren ebenfalls unterbrochen. Die Zahl der Einwohner fiel auf weniger als die Hälfte und der Sitz des Banus und des Parlaments wurde nach Zagreb verlegt. Das ganze Mittelalter hindurch bedeutete für Križevci eigentlich ein qualvolles dahinsterben; erst nach 1606 konnte man mit einer allmählichen Erneuerung und dem Wiederaufbau beginnen.

Ključne riječi

Hrčak ID:

326780

URI

https://hrcak.srce.hr/326780

Datum izdavanja:

1.5.1993.

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