Skoči na glavni sadržaj

Izvorni znanstveni članak

STAMMES- UND VERWANDTSCHAFTLICHE BEZIEHUNGEN IM 13. UND 14. Jh. IN DALMATIEN

Zdenka Janeković-Römer


Puni tekst: hrvatski pdf 1.061 Kb

str. 179-194

preuzimanja: 362

citiraj


Sažetak

In der vorliegenden Arbeit ist von der Bedeutung der Stammes- und verwandtschaftlichen Beziehungen in der gesellschaftlichen Struktur, der Wirtschaft und der Politik in den Kommunalgesellschaften in Dalmatien im Hochmittelalter die Rede. In diesen Gesellschaftsformen tauchten wie in ganz Europa Strukturunterschiede zwischen der vertikalen und der horizontalen Gestaltung der Verbindungen zwischen den Verwandten auf, was zu spezifischen Folgen für die durch eine besondere Entwicklung solcher urbaner Gesamtheiten bedingte gesellschaftliche Struktur führte.
Für die Erhaltung des Stammes (Geschlechts) war die Kontinuität in der männlichen absteigenden Linie sowie der Besitz von Liegenschaften, in erster Linie der Bodenbesitz, von entscheidender Bedeutung. Trotzdem kann der Stamm nicht eindeutig als wirtschaftliche Einheit definiert werden, weil es innerhalb des Stammes keine Gütergemeinschaft sondern eine gemeinsame politische und wirtschaftliche Tätigkeit gab. Das Eigentum und das Verwalten des Besitzes war in erster Linie ein Anrecht der Familie, bzw. des Haushalts. Zwecks der Erhaltung des Stammesbesitzes wurde das Prinzip "paterna paternis materna maternis" sowie das des Erstkaufrechtes angewendet. Demselben Zweck diente auch das System der Mitgift sowie das Institut des Fideikommisses, aufgrund dessen ein Besitz zur unveräußerlichen familiären Vermögensmasse wurde, ein Prinzip, das ausschließlich in Adelsgeschlechtern praktiziert wurde. Bei den Plebejern (den Nichtadeligen) spielte das Geschlecht keine so wesentliche Rolle wie bei den Patriziern, viel ausgeprägter waren hingegen die Verbindungen aufgrund des Afinats sowie des Handwerks.
Die äußerlichen Zeichen der Zusammengehörigkeit waren außer dem Namen als dem wichtigsten Zeichen noch Wappen, Kirchen und Gräber, die von Generation zu Generation vererbt wurden und wichtige Symbole der Gemeinsamkeit und der Macht des Stammes, in der Gegenwart aber auch für die Zukunft, waren. Im politischen Sinn war die kleinste Einheit der Stamm und nicht die Familie. Die zahlenmäßige und wirtschaftliche Kraft einzelner Adelsgeschlechter stand in direkter Verbindung mit ihrer Einflußnahme auf das politische Geschehen. Im Einklang mit den wirtschaftlichen und politischen Interessen wurden aufgrund einer ausgeklügelten Strategie Heiratsverbindungen hergestellt. Ohne Rücksicht auf mögliche Wertsysteme kam der Kollektivität der Vorrang zu. Aufgrund solcher Auffassungen bildeten selbstverständlich eine große Familie sowie ein starker Stamm die Grundlagen der Gesellschaft.

Ključne riječi

Hrčak ID:

326781

URI

https://hrcak.srce.hr/326781

Datum izdavanja:

1.5.1993.

Podaci na drugim jezicima: hrvatski

Posjeta: 829 *