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Review article

DAS PROBLEM DER FAMILIE UND DER SIPPE IN DER INUND AUSLÄNDISCHEN MEDIÄVISTIK

Zdenka Janeković-Römer


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page 171-182

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Abstract

In dem vorliegenden Artikel wird der Versuch unternommen, die wissenschaftliche Reichweite in der Erforschung des Stellenwerts und der Rolle der Familie in der gesellschaftlichen Struktur des Mittelalters darzustellen. Im Rahmen der Sozialgeschichte hat die Erforschung der Familien- und Ehebeziehungen eine Sonderstellung erhalten. Die Familie ist nämlich von entscheidender Wichtigkeit für die gesellschaftliche Struktur und Beziehungen: Sie ist der erste und wichtigste Ort der Sozialisierung der Einzelperson, die grundlegende Produktionseinheit und spielt auch im politischen Leben des Mittelalters eine beherrschende Rolle.
In dem ersten Teil des Artikels werden die Ergebnisse der ausländischen Geschichtsschreibung vorgefürt. Mit der systematischen Erforschung der Rolle der Familie in der feudalen Gesellschaft haben die französischen Historiker begonnen. Im Laufe der 60-er und 70-ger Jahre unseres Jahrhunderts ist die Geschichte der Familie zum besonderen Forschungsgebiet geworden, das zahlreiche Historiker von unterschiedlicher methodologischer Ausrichtung versammelt hat. Die Anhänger der neuen Richtung in der Geschichtswissenschaft haben sich überwiegend mit dem Problem der Familienstruktur und ihrer Rolle in den gesellschaftlichen Prozessen beschäftigt. Großes Interesse haben sie auch für das Problem der wirtschaftlichen und emotionalen Funktion der Familie, des familiären und verwandtschaftlichen Zusammenhalts sowie für die Beziehungen innerhalb der Familie gezeigt. Es entstanden zahlreiche Studien über die demographischen Prozesse in der Familie, der Ehe, den ehelichen Beziehungen und viele anderen Themen.
In dem zweiten Teil des vorliegenden Artikels werden die Errungenschaften der jugoslawischen Historiographie auf diesem Gebiet dargestellt. Im Vergleich mit der großen Produktion der Geschichtsschreibung in der Welt scheinen die einheimischen Resultate bescheiden. Die Historiker, die sich unmittelbar mit dem Thema ’Familie’ beschäftigen, sind selten, unter ihnen sind diejenigen, die von den methodologischen Voraussetzungen der neuen Geschichte ausgehen, noch seltener. Am besten ist noch die materielle Grundlage des Familienlebens sowie die besitzrechtlichen Beziehungen in der Familie erforscht. Mit den Hauptthemen der Historiographie in der Welt beginnt man sich in Jugoslawien erst zu beschäftigen. Demzufolge ist die Erkenntnis von der Familie als einem Teil der Struktur der mittelalterlichen Gesellschaftsformen sehr lückenhaft. In der jüngsten Zeit ist aber doch eine Veränderung in Richtung der Erforschung der Gesellschaft als Ganzheit deutlich bemerkbar, so daß auch ein gesteigertes Interesse der Historiker und anderer Wissenschaftler für die Probleme der Familie und des Familienlebens zu erwarten sind.

Keywords

Hrčak ID:

327437

URI

https://hrcak.srce.hr/327437

Publication date:

1.4.1990.

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