Review article
Gebote kooperativen Religionsunterrichts
Bernhard Jendorff
Abstract
Inhalte und Methoden des RU sind zwei Seiten einer Münze. Schüler sind Mitarbeiter Gottes. Diese Würde der Mitarbeiter des Religionslehrers ist unantastbar. RU als spannender, offener Lehr- und Lernprozeß ist vom Religionslehrer gründlich vorzubereiten, nicht aber zu verplanen. Die Schüler werden in die Planung einbezogen. Mitplanung setzt konkrete Information der Lern-Subjekte voraus. Wirkende Kooperation und Interaktion bedürfen längerer Denk- und Handlungszeiten. Tiefergehende Langsamkeit wird gepflegt. Religionslehrer schulen vom vielredenden Belehrer zum hörenden Berater um. Sich Selbst-Bestimmende, -Handelnde, -Verantwortliche wehren sich gegen Lehrer-Monologe oder ausschließliche Alleinarbeiten. Prinzipien der Kath. Soziallehre bestimmen Partner- und Gruppenarbeiten. Nur mit Gleichgesinnten kann im RU eine Streitkultur, die auf Selbst-Fragen und -Denken beruht, ausbegaut werden.
Keywords
Religionsunterricht; Kooperation; Menschenwürde; Religionslehrer; Unterrichtsplanung; Elementarisierung; Schüler; Interaktion; Kooperation; Vielrederei; Methode; Sozialform; Alleinarbeit; Gruppenarbeit; Kath. Soziallehre; Streitkultur
Hrčak ID:
338016
URI
Publication date:
18.12.1997.
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