Synthesis philosophica, Vol. 40 No. 2, 2025.
Izvorni znanstveni članak
https://doi.org/10.21464/sp40206
Genetische Verbesserung, technologische Objektivierung und Heideggers Gelassenheit
Matthew Gildersleeve
orcid.org/0000-0002-9990-2471
; University of Queensland, School of Historical and Philosophical Inquiry, Level 3, Forgan Smith Building, St Lucia QLD 4072, Australia
*
Andrew Crowden
; University of Queensland, School of Historical and Philosophical Inquiry, Level 3, Forgan Smith Building, St Lucia QLD 4072, Australia
* Dopisni autor.
Sažetak
Dieser Artikel vereint die Werke von Nussbaum, Habermas und Heidegger in einer Kritik an der nicht-therapeutischen Genomeditierung zur menschlichen Verbesserung. Die von Habermas in seinem Werk Die Zukunft der menschlichen Natur vorgebrachten Einwände werden erweitert und verstärkt. Wir skizzieren, wie die „verbessernde“ Veränderung eine Form der Objektivierung darstellt. Wir stimmen mit Habermas darin überein, dass therapeutische Anwendungen der Genomeditierung zulässig sind, widersprechen jedoch den Befürwortern der genetischen Verbesserungstechnologie. Ergänzt wird dies durch Heideggers Technikauffassung, in deren Rahmen wir demonstrieren, dass genetische Verbesserung eine Form des technischen Gestells sein kann, die den bearbeiteten Menschen objektiviert und in sein Selbstverständnis, seine Freiheit, Autonomie und Möglichkeiten eingreift. Stattdessen vertreten wir die Auffassung, dass die Objektivierung durch genetische Verbesserung vom ungeborenen Kind „losgelassen“ werden sollte – durch eine Wertschätzung von Heideggers Gelassenheit –, sodass jedem Menschen die Freiheit und Möglichkeit zukommt, seinen unverborgenen Ort und seine Heimat in der Welt selbst vollkommen zu verwirklichen und darin hineinzuwachsen, anstatt dass diese für ihn geschaffen werden.
Ključne riječi
Genomeditierung; Verbesserung; Martin Heidegger; Jürgen Habermas; Martha Nussbaum; Objektivierung; Ort
Hrčak ID:
338868
URI
Datum izdavanja:
20.11.2025.
Posjeta: 892 *