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Izvorni znanstveni članak

Die Lebensbedingungen an Kalktuffwasserfällen der jugoslawischen Karstgewässer

Ivo Matoničkin ; Hrvatska
Zlatko Pavletić ; Hrvatska

Puni tekst: hrvatski, pdf (843 KB) str. 175-198 preuzimanja: 375* citiraj
APA 6th Edition
Matoničkin, I. i Pavletić, Z. (1962). Životni uvjeti na sedrenim slapovima krskih voda u Jugoslaviji. Acta Botanica Croatica, 20-21 (1), 175-198. Preuzeto s https://hrcak.srce.hr/152806
MLA 8th Edition
Matoničkin, Ivo i Zlatko Pavletić. "Životni uvjeti na sedrenim slapovima krskih voda u Jugoslaviji." Acta Botanica Croatica, vol. 20-21, br. 1, 1962, str. 175-198. https://hrcak.srce.hr/152806. Citirano 26.10.2021.
Chicago 17th Edition
Matoničkin, Ivo i Zlatko Pavletić. "Životni uvjeti na sedrenim slapovima krskih voda u Jugoslaviji." Acta Botanica Croatica 20-21, br. 1 (1962): 175-198. https://hrcak.srce.hr/152806
Harvard
Matoničkin, I., i Pavletić, Z. (1962). 'Životni uvjeti na sedrenim slapovima krskih voda u Jugoslaviji', Acta Botanica Croatica, 20-21(1), str. 175-198. Preuzeto s: https://hrcak.srce.hr/152806 (Datum pristupa: 26.10.2021.)
Vancouver
Matoničkin I, Pavletić Z. Životni uvjeti na sedrenim slapovima krskih voda u Jugoslaviji. Acta Botanica Croatica [Internet]. 1962 [pristupljeno 26.10.2021.];20-21(1):175-198. Dostupno na: https://hrcak.srce.hr/152806
IEEE
I. Matoničkin i Z. Pavletić, "Životni uvjeti na sedrenim slapovima krskih voda u Jugoslaviji", Acta Botanica Croatica, vol.20-21, br. 1, str. 175-198, 1962. [Online]. Dostupno na: https://hrcak.srce.hr/152806. [Citirano: 26.10.2021.]

Sažetak
Die ökologischen Bedingungen an den Kalktuffwasserfällen unterscheiden sich bedeutend von jenen in anderen Binnengewässern. Infolge besonderer in solchen Biotopen herrschenden Lebensbedingungen bestehen hier die Lebensgemeinschaften aus bestimmten Pflanzen und Tierarten, die an diese spezifischen Lebensbedingungen angepasst sind. Von ökologischen Faktoren haben wir die physikalischen Eigenschaften des Wassers, wie die Temperaturen und die Wassergeschwindigkeit, und von den chemischen die Alkalität, sowie die Sauerstoff- und freie C02- Menge untersucht.
Die Temperatur kann wahrhaftig als eine der bedeutendsten Faktoren in den jugoslawischen Karstgewässern angesehen werden, denn die Wassertemperatur über 14° C bei Vorhandensein einer günstigen Alkalität ermöglicht die Kalktuffablagerung und damit auch das Auftreten der dortselbst einzigartigen Lebensgemeinschaften. Während der Sommerzeit wurden Wassertemperaturen zvischen 9°—23°C gemessen die durch- gehends oberhalb der Temperaturengrenze der Karbonatenablagerung liegen. Im Winter hingegen waren die Wassertemperaturen für den Kalktuffablagerunsvorgang im allgemeinen ungünstig.
Im Verhältnis zum Licht haben wir an der Wasserfalloberfläche zwei verschiedene Standorte festgestellt. Die stark belichteten Wasserfälle, die an einer niederen Entwicklungstufe sind, wurden von Lebensgemeinschaften der belichteten Standorte besiedelt. Die schwächer belichteten Wasserfälle weisen dagegen bessere Bedingungen für die Entwicklung der kalktuffbildenden Vegetation auf. An diesen Wasserfällen entwickelt sich eine eigenartige, hauptsächlich sehr kalzinierende Vegetation, die für ein stärkeres Gedeihen der Tierwelt ungünstig ist.
Die Wassergeschwindigkeit liegt zwischen 0,5 und 3,5 m/Sek. An einzelnen Orten wurden aber auch grössere Wassergeschwindigkeiten festgestellt. Der für die Organismentwicklung günstigste Wasserstrom ist an diesen Standorten zwischen 0,5—1,5 m/Sek.
Die Alkalität beträgt an sämtlichen untersuchten Standorten zwischen 2,8 und 5,2, was für den Kalktuffablagerungvorgang durchaus günstig ist. Es wurde festgestellt, dass die Alkalität flussabwärts infolge des Karbonatverlustes während des Ablagerungsvorganges abnimmt. Eine Ausnahme sind jene Flüsse, die während ihres ganzen Laufes andere Nebenströme mit höherer Alkalität aufnehmen, oder wo infolge ungüsti- gen Temperaturbedingungen überhaupt keine Ablagerungsvorgänge eintreten.
Die untersuchten Gewässer sind polyoksitypisch, da die Sauerstoffmenge hierselbst von 3,5 bis 9 ccm/1 beträgt. Was die Lebensgemeinschaften an den Kalktuffwasserfällen anbetrifft zeigen diese in ihrer Entwicklung eine überaus grosse Veränderlichkeit. Die primitivsten Glieder der Lebensgemeinschaften sind die Hydrophyten, z.B. die Algen, meistens gewisse Spaltalgen. Neben diesen haben wir an solchen Standorten oft auch Kieselalgen vorgefunden. Wegen der Durchlüftung an diesen Orten zeigt sich eine wachsende Ausscheidung des Kalktuffes. Diese halten indes die genannten Pflanzen auf und ermöglichen dadurch eine Anhäufung der Kalktuffablagerung. Da dies regelmässig sehr belichtete Orte sind, besiedelt sich an diesen Stellen alsbald eine grosse Menge des Laubmooses Cinclidotus aquaticus, was indes eine noch beschleunigtere Kalktuffablagerung zum Folge hat. Durch stärkeren Wuchs der kleinen Barrieren entstehen neue Standorte, u. zw. unter den Kalktuffbärten. Diese Standorte sind sehr schattig weshalb sich hier oligofotische Pflanzen ansiedeln. An Teilen der Oberfläche entwickelt sich allmählich eine höhere Vegetation, die neue schattige Standorte macht, wo sich sodann auch eine besondere kalktuffbildende Schattenvegetation entwickelt. Diese Entwicklung der Vegetation erfolgt gleichzeitig auch durch Ansiedlung einer grösseren Menge von Tieren, wie Amphipoden, Ephemeriden, Trichopteren, Plekopteren u. a. m.
Abschliessend wird die grundlegende Lebenseigentümlichkeit an Kalktuffwasserfällen dargestellt, und nochmals hervorgehoben welchen physikalisch-chemischen und biologischen Bedingungen an diesen Standorten die Organismen leben.

Hrčak ID: 152806

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https://hrcak.srce.hr/152806

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