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Izvorni znanstveni članak

https://doi.org/10.21464/sp39203

Bioethik – ein integratives Konzept

Günther Pöltner ; Universität Wien, Institut für Philosophie, Universitätsstraße 7 (NIG), AT–1010 Wien


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verzije

str. 351-366

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Die Integrative Bioethik ist eine dreifache Herausforderung. (1) Als Ethik thematisiert sie die in der gelebten Sittlichkeit bereits wirksamen Prinzipien, Kriterien und Normen sittlichen Handelns. Als Vollzugsform der praktischen Vernunft in fundamentalphilosophischer Absicht lenkt sie das Augenmerk auf den Anspruchscharakter von Sein und unterläuft damit Antithesen wie die von Sein/Sollen, Natur/Vernunft bzw. Freiheit, Deskription/Präskription. (2) Sie ist keine „Angewandte Ethik“. Als Ethik des Bios unterstreicht sie die seinsmäßige Rückbezüglichkeit des Lebens und bewahrt es vor einer systemtheoretischen Reduzierung. Indem sie die Genesis des Gegensatzes von Natur und Vernunft aufdeckt, kann sie dem Phänomen des Lebens wieder dem ihm gebührenden ontologischen Rang zuweisen. (3) Als Integrative Bioethik stellt sie eine kommunikative Einheit dar.
Indem sie die vielfältigen Perspektiven als Perspektiven sichtbar macht, kann sie partielle Erkenntnisse wieder in den lebenspraktischen Erfahrungsbereich re-integrieren, von dessen methodischer Ausklammerung diese Erkenntnisse leben. Schließlich besteht Integration nicht in bloßer Multidisziplinarität, sondern in Inter- bzw. Transdisziplinarität. Integrieren heißt nicht, perspektivisch gewonnenene Ergebnisse zu einem Metakonstrukt zusammenfügen, sondern deren Perspektivität reflektieren und also das in jeder Perspektive mitgegebene Ganze thematisieren.

Ključne riječi

Ethik; Natur; Leben; methodische Reduktion; Perspektivenpluralität; Integration

Hrčak ID:

342333

URI

https://hrcak.srce.hr/342333

Datum izdavanja:

29.12.2024.

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Posjeta: 401 *