Synthesis philosophica, Vol. 40 No. 1, 2025.
Izvorni znanstveni članak
https://doi.org/10.21464/sp40106
Was ist eine genuine mathematische Erklärung in der empirischen Wissenschaft?
Vladimir Drekalović
orcid.org/0000-0001-9046-1596
; University of Montenegro, Faculty of Philosophy, Danila Bojovića bb, Me–81400 Nikšić
Sažetak
Die im Titel dieses Textes aufgeworfene Frage wurde von Daniele Molinini vor nahezu einem Jahrzehnt gestellt – mit der Feststellung, dass die Antwort darauf bis zu diesem Zeitpunkt nicht eindeutig artikuliert worden war. Die zunehmende Verbreitung des Begriffs „genuine mathematische Erklärung“ lässt sich auf Alan Bakers Artikel zurückführen, der vor annähernd zwei Jahrzehnten veröffentlicht wurde. Bedauerlicherweise lässt sich selbst heute, nach zwei Jahrzehnten, kaum behaupten, dass es eine substanzielle Weiterentwicklung in der Auffassung der begrifflichen Nuancen dieser Notion gegeben hat. Bakers verstärktes Unentbehrlichkeitsargument gründet sich – im Gegensatz zum QuinePutnam-Unentbehrlichkeitsargument – auf den Stellenwert der mathematischen Erklärung im Bereich der Wissenschaft und stellt dabei namentlich die Rolle der sogenannten „genuinen mathematischen Erklärung“ in den Fokus. Dieser Begriff wird sowohl von Autoren angeführt, die platonistische Perspektiven befürworten, als auch von denen, die nominalistische Standpunkte vertreten. Wir werden die Interpretationen dieses Begriffs, die von drei Autoren vorgebracht wurden, eingehend prüfen und dabei bestrebt sein, gemeinsame Merkmale herauszuarbeiten – in der Hoffnung, dass unsere Analyse einen bescheidenen Beitrag zur Kristallisierung seiner Bedeutung leisten kann und sich hierbei so nah wie möglich an die Intuition anlehnt.
Ključne riječi
Philosophie der Mathematik; mathematischer Platonismus; verstärktes Unentbehrlichkeitsargument; genuine mathematische Erklärung
Hrčak ID:
332055
URI
Datum izdavanja:
11.6.2025.
Posjeta: 852 *