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https://doi.org/10.31727/m.27.5.1
Die Rolle der Viehzucht bei der Erreichung der Klima- und Umweltziele der EU
Ornella Mikuš
; Sveučilište u Zagrebu Agronomski fakultet, Zavod za agrarnu ekonomiku i ruralni razvoj, Zagreb, Hrvatska
*
Tihana Kovačićek
; Sveučilište u Zagrebu Agronomski fakultet, Zavod za agrarnu ekonomiku i ruralni razvoj, Zagreb, Hrvatska
Mateja Jež Rogelj
; Sveučilište u Zagrebu Agronomski fakultet, Zavod za agrarnu ekonomiku i ruralni razvoj, Zagreb, Hrvatska
* Corresponding author.
Abstract
Der Viehzuchtsektor spielt eine wichtige Rolle bei den Treibhausgasemissionen und ist für 81–86 % der gesamten Emissionen aus der Landwirtschaft verantwortlich. Die Mitgliedstaaten mit der größten Umweltbelastung, d. h. der höchsten Viehdichte pro Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche, sind die Niederlande, Malta, Belgien und Zypern. Seit den 1990er Jahren wurden in die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) schrittweise Umweltschutzelemente wie Cross-Compliance, Konditionalität, Agrarumweltmaßnahmen und Ökobetriebsprämien aufgenommen. Trotz dieser Bemühungen sind die Ergebnisse hinsichtlich der Verbesserung der biologischen Vielfalt und der Erreichung der Klimaziele begrenzt geblieben. Die Umsetzung der GAP erfolgt in einem komplexen Kontext, da die Mitgliedstaaten die erhöhte Flexibilität nicht genutzt haben, um die Unterstützung für Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen deutlich zu verstärken. Infolgedessen beschränkt sich die Anwendung von Emissionsminderungsmaßnahmen nach wie vor auf eine kleinere Anzahl größerer und finanziell stabilerer landwirtschaftlicher Betriebe. Von allen Rindern, Schafen und Ziegen in der EU befindet sich nur ein sehr geringer Anteil – gerade einmal 2 % – in Betrieben, die an Maßnahmen mit konkreten Auswirkungen auf das Klima teilnehmen. Von den 60 identifizierten Maßnahmen innerhalb der strategischen Pläne der GAP hatten nur vier ein direktes Potenzial zur Emissionsreduzierung, 25 hatten indirekte Auswirkungen, während 12 aufgrund der an die Zahl der Tiere gekoppelten Einkommensstützung sogar zu einem Anstieg der Emissionen führen könnten. Diese Struktur zeigt, dass die GAP nach wie vor eher die Produktionsmenge als die Umwelteffizienz fördert. Dieser Beitrag bietet einen fachlichen Überblick über die Rolle und den Beitrag der Tierhaltung im Kontext des Umwelt- und Klimaschutzes und eröffnet Raum für Diskussionen über nachhaltige Praktiken und strategische Ansätze, mit denen sich die künftige GAP nach 2027 befassen muss.
Keywords
Klima; Umwelt; Viehzucht; Gemeinsame Agrarpolitik (GAP)
Hrčak ID:
336787
URI
Publication date:
14.10.2025.
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